Ölmarkt – preistreibende Faktoren überwiegen leicht

24.01.24 • 12:56 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Nachrichtenlage am Ölmarkt ist durchwachsen und stützt eine kurzfristige Aufwärtstendenz. Insgesamt ist ein Fortbestand des aktuellen Ölpreisseitwärtstrends am Weltmarkt wahrscheinlich. Der mittelfristige Abwärtstrend bei den nationalen Heizölpreisen droht zu versiegen und in eine Seitwärtsbewegung auszulaufen. Für Heizölinteressenten bedeutet dies heute Vormittag geringe Preissteigerungen von 0,2 Cent bzw. Rappen pro Liter mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für weitere Preissteigerungen im Tagesverlauf. Die Nachfrage ist rückläufig.

Der Euro begann den Handelstag mit einer leichten Abwärtsbewegung zum Dollar, erholt sich allerdings bereits wieder und wird mit 1,089 Dollar gehandelt. Die Rohölsorten Brent und WTI konnten ebenfalls nach anfänglichen Verlusten wieder Boden gut machen und notieren derzeit bei 80 bzw. 74 Dollar pro Fass. ICE Gasoil folgt wie die anderen drei Kontrakte ebenfalls einer leichten Aufwärtsbewegung und wird mit 809 Dollar pro Tonne gehandelt. Trotz einer gemischten Nachrichtenlage sind damit leichte Heizölpreisanstiege im Tagesverlauf wahrscheinlich.

Die preissenkenden und preistreibenden Faktoren halten sich heute in einem relativen Gleichgewicht, mit leichter Tendenz für Preisanstiege. Neue Angriffe auf Stellungen der im Jemen ansässigen Houthi-Rebellen durch z. B. die USA und Großbritannien verstärken die Angst des Ölmarktes vor einer Eskalation in der Region. Auf der anderen Seite erreichte die norwegische Rohölproduktion im Dezember 2023 ein neues Langzeithoch von 1,847 Mio. B/T. In den USA wirkt derweil der Kälteeinbruch noch preistreibend, auch wenn die Rohölproduktion langsam wieder anzieht. Demgegenüber steht allerdings der, aufgrund von Markterwartungen längerfristig höherer US-amerikanischer Zinsen, Dollar, welcher die Preise in anderen Währungsräumen anhebt und damit die Nachfrage abwürgt.

Besonders gut zeigen sich die gegensätzlichen Faktoren an den gestern Nach veröffentlichten Daten des US American Petroleum Institute (API). In den letzten Bericht fällt bereits die rückläufige Rohölproduktion der USA aufgrund des Kälteeinbruchs. Allein in North Dakota fiel die Produktion um bis zu 425.000 B/T. Der Ölmarkt hatte hier ursprünglich einen Rückgang von 1,4 Mio. Fass Rohöl in den Beständen erwartet, laut API sind es allerdings 6,7 Mio. Fass. Die Destillatbestände fielen trotz der zahlreichen Raffinerieausfälle in den USA nur um 0,2 Mio. statt der erwarteten 0,7 Mio. Fass und die Benzinbestände stiegen um 7,2 Mio. statt der erwarteten 1,5 Mio. Fass. Zusammengefasst zeigt der Bericht eine potentiell hohe Produktion an Rohöl und eine sehr geringe Produktnachfrage, was auf eine schwächelnde US-amerikanische Wirtschaft deutet. Kurzfristig stützt der Bericht allerdings die Ölpreise.

Mit der derzeitigen Nachrichtenlage sieht es so aus, als ob uns der aktuelle volatile Seitwärtstrend noch eine Weile begleiten wird. Der Kälteeinbruch verliert langsam seine preistreibende Wirkung, während der Dollar, aufgrund der schwächelnden US-amerikanischen Ölnachfrage, gute Chancen hat wieder im Wert zu sinken. Die Konflikte im Nahen Osten und in Osteuropa geben ebenfalls keine klare Richtung vor. In der DACH-Region führt dieses Nachrichtengemisch zu um durchschnittlich 0,25 Rappen pro Liter sinkende Heizölpreise in der Schweiz, stagnierende Preise in Österreich und um 0,2 Cent steigende Preise in Deutschland. Regional gibt es vor allem im Süden und Westen Abwärtsbewegungen, während die Preise im Rest der Bundesrepublik, mit vereinzelten Ausnahmen, langsam wieder anziehen. -fr-

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