Ölpreis fällt: Chinesische Wirtschaftsdaten drücken auf die Börsen

17.01.24 • 13:00 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Börsen schalten in den Rückwärtsgang. Anlässlich enttäuschender Wirtschaftsdaten aus China sind am Öl- und Aktienmarkt am Mittwoch auf breiter Front Kursverluste zu beobachten. Im Schlepptau des Weltmarkts geben auch die hiesigen Heizölpreise wieder nach und fallen am Mittwochmittag um bis zu einen Cent bzw. Rappen je Liter. Die Nachfrage nach Heizöl gestaltet sich aktuell verhalten.

Die Rohöl- und Ölproduktpreise geben am heutigen Mittwoch deutlich nach. Der Effekt auf die Heizölpreise wird allerdings durch den erstarkenden Dollar eingegrenzt. Der Euro notiert derzeit nur noch bei 1,088 Dollar und da Rohöl in Dollar gehandelt wird, verteuert die hiesigen Importe. Die Rohölsorte Brent wird derzeit mit 76 und WTI mit 70 Dollar pro Fass gehandelt, während ICE Gasoil auf 775 Dollar pro Tonne fiel. Für die Heizölpreise ist, trotz des starken Dollars, im Tagesverlauf mit weiterem Abwärtsdruck zu rechnen.

Chinas neuste Wirtschaftsdaten enttäuschen die Märkte und drücken auf die Ölpreise. Das Wachstumsziel 2023 wurde mit 5,2 zu 5,0 Prozent minimal überschritten, allerdings profitierte China im letzten Jahr von der Aufhebung der Covid19-Restriktionen, so dass ein deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum erwartet wurde. Besonders der Immobiliensektor kriselt weiter und da es sich um einen wichtigen Bereich für die chinesische Ölnachfrage handelt, sinken die Ölpreise.

Auf der anderen Seite zeichnen sich auch preistreibende Effekte in China ab. Die Raffinerien verarbeiteten 2023 ca. 9,3 Prozent mehr Rohöl als 2022, wobei das Wachstum allerdings maßgeblich auf die sehr starken Covid19-Einschränkungen in China im Jahr 2022 zurückzuführen ist. Dennoch ist die Ölnachfrage der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt wieder auf Wachstumskurs. Zusätzlich bestellen die chinesischen Raffinerien verstärkt Rohöllieferungen für März und April 2024, da die aktuellen Preise verhältnismäßig günstig sind und höhere Preise für die zweite Jahreshälfte erwartet werden.

Die Schweizer Heizölpreise folgten mit einem Minus von durchschnittlich 0,65 Rappen pro Liter bereits am Morgen der aktuellen Börsenbewegung. Deutschland und Österreich legen am Mittag nach. Zudem gibt es regional vielfach sehr starke Abwärtskorrekturen und zum Beispiel in Köln oder Stuttgart sind die Heizölpreise im Schnitt wieder knapp unter einen Euro pro Liter gefallen. -fr-

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