Heizölpreise starten mit deutlichen Abschlägen

28.12.23 • 10:58 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise können ihre Verluste vom Vortag am Donnerstag teilweise ausgleichen. Brent bleibt allerdings unter der psychologisch wichtigen Marke von 80 US-Dollar. Die gestiegenen Rohölvorräte aus dem API-Bericht sorgten für Abwärtspotenzial. Die bearishe Stimmung haftet am Vormittag noch an den Heizölpreisen in Deutschland und der Schweiz. Mit teils deutlichen Abschlägen von bis zu zwei Cent bzw. Rappen je Liter ist die Nachfrage wiederbelebt. In Österreich bleiben die Heizölpreise im Seitwärtsmodus.

Die Ölpreise konnten sich im frühen Donnerstagshandel stabilisieren, nachdem sie in der vorherigen Sitzung deutlich gefallen waren. Die Sorgen um Transportunterbrechungen im Roten Meer ließen nach, obwohl die Spannungen im Nahen Osten weiter zunahmen. Die Brent-Rohöl-Futures stiegen geringfügig auf 79,75 US-Dollar pro Barrel, während die Futures für US WTI-Rohöl etwas niedriger bei 74,08 US-Dollar pro Barrel gehandelt wurden. Im gestrigen Handel waren die Preise um fast 2% gefallen, als große Reedereien ihre Rückkehr zum Roten Meer ankündigten. Die Marktsituation bleibt jedoch angespannt aufgrund der andauernden geopolitischen Entwicklungen in der Region.

Das American Petroleum Institute (API) überraschte gestern mit seinem Bericht, der einen Anstieg der US-Rohölbestände aufzeigte, entgegen den Erwartungen von Analysten, die einen Rückgang um 2,4 Millionen Barrel prognostiziert hatten. Dieser Anstieg könnte auf einen Rückgang der Nachfrage hindeuten, da die Raffinerieauslastung stagnierte, während die Vorräte an Destillaten und Benzin leicht zunahmen. Auch in Cushing, Oklahoma, dem zentralen US-Lager, sollen laut API die Rohölvorräte in der besagten Woche erneut gestiegen sein. Sollte das US-Energieministerium (DOE) dies bestätigen, würde es den zehnten Anstieg in Folge bedeuten. Der offizielle DOE-Bericht wird aufgrund der Weihnachtsfeiertage ebenfalls einen Tag später erwartet. Dieser enthält konkrete Daten zur Raffinerieauslastung, Nachfrage und Rohölproduktion der USA.

Mit teils deutlichen Abschlägen starten die Heizölpreise in Deutschland in den Donnerstag. Noch beflügelt von der gestrigen Preisrallye an den Börsen, dem bearishen API-Report und gestärkten Euro geht es erstmal bis zu zwei Cent je Liter runter. Der durchschnittliche Preis für einen Liter des flüssigen Brennstoffs beläuft sich am Vormittag auf knapp 1,06 Euro. Die Bestellaktivität ist entsprechend angezogen und viele Verbraucher entscheiden sich dazu, im alten Jahr nochmal zu tanken. Auch in der Schweiz geht es in der ersten Tageshälfte bis zu zwei Rappen je Liter abwärts. Damit fällt der durchschnittliche Preis auf gut 1,09 Schweizer Franken. Nur in Österreich zeigen sich die Heizölpreise von den jüngsten Entwicklungen unbeeindruckt. Der Heizölpreis steigt marginal auf durchschnittlich 1,20 Euro je Liter und bleibt fest auf Seitwärtskurs.

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