Heizölmarkt zeigt typisches November-Loch

24.11.23 • 10:54 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Heizölpreise verabschieden sich ohne große Bewegung ins Wochenende und pendeln um die Vortageswerte. Die Börsenvorgaben gestalten sich angesichts des langen Thanks-Giving-Wochenendes in den USA und der Verschiebung des OPEC-Meetings auf die kommende Woche neutral. In Ermangelung preislicher Impulse und aufgrund vieler gut gefüllter Tanks befindet sich die Heizölnachfrage auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau.

Die Rohöl- und Gasölpreise am Weltmarkt zeigen sich neuerlich kaum verändert. Aus den USA fehlen feiertagsbedingt neue Impulse und die Meldungslage der letzten Tage ist eingepreist. Brent kostet am Freitagvormittag 81,60 Dollar je Barrel und das für den Heizölpreis ausschlaggebende Gasöl verharrt weiterhin bei 828 Dollar je Tonne. Euro und Franken werden durch leicht verbesserte Konjunkturdaten aus dem Euro Raum gestützt. Gleichzeig gehen auf der anderen Seite des Atlantiks die Erwartungen an eine rasche Zinssenkung der US-Notenbank Fed zurück. Positive Arbeitsmarktdaten geben der Wirtschaft auftrieb. Im Ergebnis herrscht auch am Devisenmarkt kaum Bewegung. Der Euro kostet nahezu unverändert 1,091 Dollar.

Mit dem Treffen der OPEC+ lässt das große preisbestimmende Thema am Ölmarkt auf sich warten. Bis dahin ergeben sich kleinere Preisstützende Impulse durch Marktstörungen auf der Angebotsseite. Im Nahen Osten bleibt es unruhig, auch wenn die unmittelbar preistreibende Wirkung der Kampfhandlungen im Gazastreifen verflogen ist. Aktuell drohen Houthi Rebellen aus dem Jemen mit einem Angriff auf Schiffe in der Wasserstraße von Bab el-Mandeb, die Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Die US-Pipeline am Golf von Mexiko bleib infolge eines Lecks weiterhin gesperrt. Nachfrageseitig bleibt das weltweite Wirtschaftswachstum und der Öldurst Chinas der wichtigste Preisfaktor. Hier gab es zuletzt deutliche Anzeichen einer Abkühlung. Zudem steht das global gesehen nachfrageschwache erste Quartal ins Haus. Genau dies wird nun zum Thema der OPEC+ und es bleibt abzuwarten, ob der Balance-Akt zwischen Überangebot und Unterversorgung gelingt.

Mit Blick auf den heimischen Heizölmarkt herrscht weiterhin die ruhige Marktlage vor, die bereits während der gesamten Woche zu beobachten war. Kurz vor dem Beginn des meteorologischen Winters am 1. Dezember, der in diesem Jahr nicht nur auf dem Kalender steht, sondern auch tatsächliche kalte Temperaturen bringen soll, zeigt sich traditionell noch einmal ein Nachfrageloch. Die Vorratskäufer waren bereits tätig, die Bedarfskäufer haben noch ausreichende Restmengen im Tank. Für Kunden, die jetzt dennoch zur Heizölbestellung schreiten heißt das, dass die Preise und Lieferfristen durch die abebbende Nachfrage tendenziell gedrückt werden. Eine Heizölbestellung im November-Loch kann daher regelmäßig empfohlen werden. -ok-

HeizOel24-Tipp: Es wird kalt! Die Wettermodelle berechnen auf Sicht von 14 Tagen einen ersten landesweiten Wintereinbruch. Bei Bedarf lässt sich die Lieferfrist über den Heizölrechner verkürzen. Expresslieferungen sind gegen Aufpreis verfügbar. HeizOel24

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