Heizölpreise pendeln sich ein – CO2-Abgabe steigt 2024

02.11.23 • 12:58 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Starke Richtungsimpulse für die Ölpreise gibt es auch am Dienstag nicht. Dennoch steigen die Kurse im Schlepptau der Aktienbörsen leicht. Die Stimmung der Anleger hellt sich vor dem Hintergrund, dass sich die Fed vorerst gegen weitere Zinsanhebungen entschieden hat, auf. Beim Heizöl bleibt die Preissituation uneinheitlich. Während die Notierungen in Österreich und der Schweiz rund einen Cent bzw. 1,4 Rappen leichter aus dem Feiertag kommen, ergeben sich in Deutschland Aufschläge von durchschnittlich 0,5 Cent. Wobei es in Baden-Württemberg und dem Saarland kräftig nach oben geht und im Norden mitunter sogar Abschläge zu verzeichnen sind.

Mit Blick auf das Börsengeschehen konnte sich der Euro auf 1,062 Dollar kämpfen und hat noch moderates Aufwärtspotential. Dem gegenüber stehen allerdings starke Aufwärtsbewegungen bei den Rohöl- und Ölproduktpreisen, was zu weiteren Heizölpreissteigerungen im Tagesverlauf führen dürfte. Die US-amerikanische Sorte WTI hat fast die 82 Dollar pro Fass Marke erreicht und ein Fass der Nordseesorte Brent notiert derzeit bei 86 Dollar. ICE Gasoil konnte im Vergleich zu gestern Vormittag deutlich zulegen, wird derzeit mit 897 Dollar pro Tonne gehandelt und bewegt sich rasant auf die psychologisch wichtige 900 Dollar Marke zu.

Die US-amerikanische Zentralbank (Fed) sorgt für Aufwärtsdruck bei den Ölpreisen. Zwar hält sich die Fed offen die Zinsen dieses Jahr noch zu erhöhen, dies wird allerdings derzeit als wenig realistisch vom Ölmarkt eingestuft. Das Beibehalten des aktuellen Zinsniveaus wird daher als Erholungspause für die US-amerikanische Wirtschaft und Ölnachfragesteigernd gewertet.

Der staatliche Raffineriebetreiber PetroChina geht laut der Nachrichtenagentur Reuters davon aus, dass die Ölnachfrage in China im vierten Quartal 2023 im Vorjahresvergleich um ca. zehn Prozent ansteigen wird. Experten warnen allerdings vor zu starkem Optimismus für eine steigende Ölnachfrage im Reich der Mitte. Aufgrund der Covid19-Eindämmungsmaßnahmen fiel die Ölnachfrage im letzten Jahr weit unter den üblichen Jahresdurchschnitt.

Am heimischen Heizölmarkt zeigt sich die erwartete Ruhephase. Im Nachgang der starken Bevorratungsaktivität im Oktober hat die die Nachfrage auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau eingepegelt, was die Inlandspreise in Richtung Mitte November tendenziell entlasten dürfte. Je nach Ölpreisentwicklung ist spätestens ab Dezember damit zu rechnen, dass der Handel noch einmal Fahrt aufnimmt, da Kunden in Deutschland und Österreich der erhöhten CO2-Bepreisung zuvorkommen wollen. Wobei Verbraucher abwägen sollten, ob sich ein vorgezogener Kauf in Zeiten stark schwankender Ölpreise tatsächlich lohnt. Beim aktuellen Erhöhungsschritt geht es um gut drei Cent je Liter. Je Liter Heizöl steigt die 2021 bzw. 2022 eingeführte Klimasteuer von ca. 9,5 auf 12,7 Cent. Auch Erdgas, Benzin und Diesel werden entsprechend ihrer CO2-Emissionen bei der Verbrennung teurer. Ab 1. Januar 2024 kostet die rechnerische Verbrennungsemission 40 Euro pro Tonne CO2. Heizölkunden in der Schweiz sind nicht von der Erhöhung betroffen. Hier liegt der Satz seit 2022 bei 120 Franken je Tonne CO2, was ungerechnet rund 38,4 Rappen je Liter Heizöl entspricht. -fr-

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