Chinas Wirtschaft zieht an und die Ölpreise ziehen mit

15.09.23 • 12:12 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise machen erneut einen Satz nach oben und markieren neue Halbjahreshöchstwerte, bleiben allerdings weiterhin deutlich unter den Werten des September 2022. Getrieben werden sie heute von den neusten chinesischen Wirtschaftsdaten, welche ein stärker als erwartetes Wachstum in der Industrie und im Einzelhandel zeigen.

Im gestrigen Tagesverlauf stiegen die Ölpreise stark. Die Rohölsorte Brent stieg auf 94 Dollar pro Fass und WTI konnte sich auf die psychologisch wichtige 90 Dollar Marke Kämpfen. Dies blieb nicht die einzige psychologisch wichtige Marke, welche geknackt wurde. Der Euro sank unter 1,07 Dollar und notiert bei 1,065 Dollar während ICE Gasoil mit 1.015 Dollar pro Tonne die wichtige 1.000 Dollar Marke knacken konnte. Aufgrund der starken Kursänderungen sind weitere Heizölpreissteigerungen im Tagesverlauf wahrscheinlich.

Getrieben wurden die Preissprünge von den besser als erwarteten Industriewirtschaftsdaten Chinas. Im August 2023 wuchs die dortige Industrie um 4,5 statt der erwarteten 3,9 Prozent. Auch der Einzelhandel wuchs mit 4,6 statt der erwarteten drei Prozent unerwartet stark. Dies ließ den Markt umdenken, welcher die bisherigen chinesischen Wirtschaftsstimuli bisher als unzureichend wahrgenommen hatte. Es wird nun angenommen, dass sich die chinesische Wirtschaft von Corona erholt hat und auf Wachstumskurs mit steigendem Ölverbrauch geht.

Unterstützt wird dies von der Tatsache, dass die chinesischen Raffinerien im August 2023 rund 20 Prozent mehr Rohölverarbeiteten als im Vorjahresmonat. Die dortigen Raffinerien behielten eine konstant hohe Auslastung bei, um den Bedarf der Sommerreisesaison zu denken und profitiert hierbei von hohen Margen auch für Exporte von Ölprodukten in den asiatischen Markt.

Die an Fahrt gewinnende chinesische Wirtschaft treibt deshalb zusammen mit den dauerhaft künstlich verknappten Förderquoten der OPEC+ die Heizölpreise in der DACH-Region an. In Deutschland stiegen sie um 1,38 Cent auf durchschnittlich 1,15 pro Liter. Ein neues Halbjahreshoch, allerdings weiterhin weit unter den Preisen des vergangenen Septembers, welche zwischen 1,50 und 1,56 Euro pro Liter schwankten. In Österreich sieht es ähnlich aus, auch wenn die Heizölpreise im Vortagesvergleich um nur 0,35 Cent stiegen. Dennoch ist hier das Niveau mit durchschnittlich 1,34 Euro pro Liter deutlich höher und die Vorjahresseptemberpreise lagen bei durchschnittlich 1,66 Euro pro Liter. Die Schweiz verzeichnet einen geringfügigen Anstieg von 0,1 Rappen pro Liter und ordnet sich mit durchschnittlich 1,27 Franken pro Liter, umgerechnet ca. 1,33 Euro, neben Österreich ein. Hier schwankten die Preise im Vorjahr im September zwischen 1,38 und 1,51 Cent. Für Heizölkunden mit dringendem Bedarf können wir daher den Kauf empfehlen. Zum einen sind die aktuellen Preise weiterhin niedriger als im Vorjahresmonat und zum anderen dürften die Preise bis mindestens Oktober weiter steigen. Ab dann ist der globale Raffineriewartungszeitraum beendet. Auf der anderen Seite dürfte die chinesische Wirtschaft nach aktuellen Prognosen die Preise ab diesem Zeitpunkt massiv stützen. -fr-

HeizOel24-Tipp: Wer die Heizölpreise genau im Blick behalten möchte, sollte das Intraday-Chart für Heizöl nutzen. Auf der Seite Heizölpreise finden Sie dieses im Chart Heizöl Durchschnittspreis und wählen dann die Option „heute“. Hier erkennen Sie frühzeitig, wie sich der Preis verhält und können rechtzeitig reagieren HeizOel24

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