Heizöl-Trend August: Nach Preissprung im Juli nun seitwärts

18.08.23 • 13:13 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Wochenbilanz beim Heizöl fällt neuerlich gemischt aus. Nach ein Abwärtskorrektur in der ersten Wochenhälfte ziehen die Öl- und Heizölpreise kurz vor dem Wochenende weiter an. Von zwischenzeitlich rund drei Cent bzw. Rappen Ersparnis auf Wochensicht bleibt Stand Freitagmittag knapp die Hälfte übrig. Die Nachfrage nach Heizöl bleibt schwach bis mäßig.

Am Heizölmarkt wiederholt sich das Muster, das bereits in der Vorwoche zu beobachten war. Im August scheint sich ein neuer Seitwärtstrend auszubilden, der von Niveau her rund 15 Cent bzw. Rappen je Liter über den Heizölpreisen des Frühsommers liegt. Gleichzeitig rückt die Heizperiode näher und Verbraucher mit leeren Tanks geraten unter Zugzwang. Eine geringe Kaufaktivität und ein unentschiedenes Stimmungsbild bei der fortlaufenden HeizOel24-Abstimmung „Kaufen oder Warten“ verdeutlicht die aktuelle Unentschlossenheit.

Angesichts des gefestigten Ölpreisniveaus am Weltmarkt auf eine Rückkehr der alten Kaufkurse aus dem Juni und Juli zu spekulieren, die in Deutschland über Wochen eine Heizölbevorratung für rund 90 Cent je Liter ermöglichten, wirkt aktuell wenig erfolgversprechend. Stattdessen scheint sich ein Preisniveau von 1,05 Euro je Liter Heizöl zu etablieren. Die Teuerung kommt dabei vom Weltmarkt und dabei weniger vom Rohöl als aus den Produktpreisen. Ähnlich wie die Großhandelspreise für Erdgas und LNG (Flüssiges Erdgas als Schiffsladung), sind auch die Notierungen für Gasöl (Diesel, Heizöl) in der zweiten Juli-Hälfte deutlich angestiegen. Während sich Rohöl (Brent, WTI) im Juli nur um rund zehn Prozent verteuerte waren es beim Gasöl ca. 30 Prozent. Die komplexen Abhängigkeiten der weltweiten Warenströme zwischen Asien, Europa und Amerika, die natürlich auch den veränderten Umgang mit russischen Ölexporten widerspiegeln, finden sich nun in den hiesigen Heizölpreisen wieder.

Maßgeblich beeinflusst wird der Ölpreis auch heute wieder durch die wirtschaftliche Entwicklung Chinas. In den letzten Tagen haben die verhältnismäßig schwachen Wirtschaftsdaten und die hohen Rohöl- und Destillatbestände die Ölpreise gedrückt. Nun rücken verstärkt die Exportquoten für Diesel in den Fokus. In den USA dagegen wird weiterhin das Zinsthema gespielt. In Abhängigkeit zu den Inflations- und Konjunkturerwartungen könnte es hieraus Gegenwind für die Ölpreise geben. Unter dem Strich bleibt es nicht zuletzt wegen der bestehenden Förderquoten der OPEC+ bei festen Aussichten für die Ölpreise. Ein deutlicher Rückgang wäre eine Überraschung.

Für den heutigen Tag zeichnen sich zunächst weitere Heizölpreiserhöhungen ab. Der Euro stagniert bei 1,08 Dollar und die Rohölsorte Brent konnte sich auf rund 84 Dollar pro Fass hochkämpfen und folgt einer mittleren Aufwärtstendenz. Preisbestimmend sind allerdings die starken Aufwärtsbewegungen von WTI, welches sich leicht über die 80 Dollar pro Fass Marke kämpfen konnte und Gasöl, welches mit rund 913 Dollar pro Tonne die psychologisch wichtige 900 Dollar Marke überschritten sowie weit hinter sich gelassen hat. -ok-

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