Heizölpreis dreht vor OPEC+-Meeting aufwärts

02.06.23 • 12:20 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise in Deutschland, der Schweiz und Österreich sind im Vortagesvergleich leicht, um bis zu 0,6 Cent bzw. Rappen je Liter gestiegen. Die Entwicklung verbleibt damit im Seitwärtstrend und dennoch springt die Nachfrage relativ überraschend auf den höchsten Stand seit knapp vier Wochen. Die USA stehen kurz vor der erfolgreichen Anhebung der US-amerikanischen Schuldenobergrenze und senken damit die Angst der Märkte vor einer Rezession. Der Ölmarkt preiste die US-amerikanischen Neuigkeiten mit Aufschlägen ein und wartet nun auf das Resultat des für Sonntag anstehenden OPEC+-Meetings.

Der Euro, ICE Gasoil und die Rohölsorten Brent und WTI haben im Vortagesvergleich deutlich an Wert gewonnen, wobei die Aufwärtsbewegung des Euros bereits deutlich an Fahrt verloren hat. Ein Euro ist derzeit 1,07 Dollar wert. ICE Gasoil konnte pro Tonne auch ein Plus von rund 20 Dollar verzeichnen und wird aktuell mit 688,75 Dollar gehandelt. Die US-amerikanische Sorte WTI und die Nordseesorte Brent konnten sich über die psychologisch wichtigen Marken von 70 bzw. 75 Dollar pro Fass kämpfen und notieren derzeit bei 70,94 bzw. 75,21 Dollar. Da die Produkt- und Rohölpreise stärker und weiterhin steigen und der Euro stagniert, sind weitere Heizölpreisanstiege im heutigen Tagesverlauf wahrscheinlich.

Der Streit um die Anhebung der US-amerikanischen Schuldengrenze scheint beendet zu sein. Nachdem die Demokraten und Republikaner sich auf einen Kompromiss einigten, passierte dieser diese Woche erfolgreich das Repräsentantenhaus und den Senat. Nun fehlt nur noch die Unterschrift des Präsidenten, welcher den Kompromiss selbst aushandelte. Damit ist die Anhebung so gut wie sicher und ein Zahlungsausfall der USA abgewendet. Dies senkt die Rezessionsängste und ist damit ein preistreibender Faktor für die Ölpreise.

Mit Spannung erwartet der Ölmarkt nun den Ausgang des am Wochenende stattfindenden OPEC+-Meetings. Hier gab es widersprüchliche Aussagen des Förderkartells. Einige Mitglieder rufen nach weiteren Förderquotenkürzungen, während andere solche derzeit ausschließen. Von sechs durch die Nachrichtenagentur Reuters befragten OPEC+-Quellen gaben vier an, dass weitere Förderquotenkürzungen unwahrscheinlich sind, während zwei diese nicht ausschließen wollten. Mit der Anhebung der US-amerikanischen Schuldengrenze und dem daraus resultierenden starken Anstieg der Ölpreise, wird eine weitere Förderquotenreduzierung unwahrscheinlicher, auf der anderen Seite blieb die erwartete erhöhte chinesische Ölnachfrage bisher aus.

In der DACH-Region stiegen die Heizölpreise im Vortagesvergleich leicht an. In der Schweiz und Österreich jeweils um durchschnittlich 0,1 Rappen bzw. Cent. In Österreich können sich die Heizölkunden dennoch freuen, da sich die gestrige Preisspitze fast vollständig zurückgebildet hat. Deutsche Heizölinteressenten müssen im Schnitt 0,6 Cent mehr pro Liter zahlen, wobei es auch regionale Abwärtsbewegungen in ganz Deutschland gibt. Mit Bremen ist das erste Bundesland wieder über die Marke von durchschnittlich 90 Cent pro Liter Heizöl geklettert. Mit den steigenden Preisen, stieg auch die Anzahl der Bestellungen im Vortagesvergleich um ca. fünf Prozent an und die Zahl der Online-Bestellungen sprang damit relativ überraschend auf den höchsten Wert seit dem 8. Mai. Zum einen nutzten Heizölkunden in Deutschland schnell noch den jüngsten Preisrücksetzer, der sich im Wochenverlauf ergeben hatte. Zum anderen schwindet offenbar die Hoffnung, dass die Heizölnotierungen noch weiter nachgeben bzw. gilt es, vor dem OPEC+-Meeting kein Risiko einzugehen. Angesichts des erreichten Preisniveaus, das verbreitet das niedrigste seit Januar 2022 ist, vielleicht nicht die schlechteste Idee – Montag sind wir schlauer. -fr-

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