Heizölpreise: Abwärtspartie ins Wochenende

21.04.23 • 13:03 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Bis zum Freitagmittag konnten die Ölpreise Brent und WTI ihre Verlustserie in dieser Woche nicht durchbrechen. Brent nimmt bereits die 80 US-Dollar Marke ins Visier. Belastet wurden die Rohölpreise vor allem durch Rezessionsängste. In Deutschland und Österreich setzt sich der Abwärtstrend fort und Verbraucher können das Wochenende nutzen, um einen letzten Füllstandscheck vorzunehmen.

Die Rohölpreise treten am Freitag zunächst auf der Stelle, blicken jedoch auf eine verlustreiche Handelswoche zurück. Ob die Nordseesorte Brent nach der US-Sorte WTI heute noch die 80 US-Dollar Marke knacken kann, bleibt allerdings offen. Auf Wochensicht müssen Brent und WTI einen Preisrückgang von mehr als 6 Prozent hinnehmen. Unter Druck gerieten die Rohölpreise aufgrund von Rezessionsängsten der Anleger. Für die sich nähernden Bankensitzungen der US-Notenbank Fed erwarten Marktteilnehmer eine erneute Zinsanhebung von 0,25 Prozent auf eine Leitzins-Spanne von 5,0 – 5,25 Prozent. Erforderlich wurde die geldpolitische Maßnahme, um der hohen Inflationsrate entgegenzuwirken. Für das laufende Jahr wird eine Inflationsrate von 3,3 Prozent erwartet. Auch die EZB behält ihren Zinskurs bei. Wie stark die Anhebung in der Sitzung am 4. Mai ausfällt, ist noch nicht sicher. Im März betrug die Gesamtinflation im Währungsgebiet 6,9 Prozent, was im Vergleich zum Vormonat Februar mit 8,5 Prozent einen deutlichen Rückgang bedeutet. Seit der aggressiveren Zinspolitik von Fed und EZB sind Anleger besorgt, dass eine geringere Wirtschaftstätigkeit und der Rückgang des internationalen Handels in einer Rezession mündet.

Die Heizölpreise lassen sich von der Stagnation der Ölpreise nicht von ihrer Abwärtsroute in Deutschland und Österreich abbringen. Auch am Freitag geht es durchschnittlich 0,5 Cent pro Liter nach unten. In Deutschland steht der durchschnittliche Heizölpreis bei einer 3.000 Liter Bestellung aktuell bei knapp 94 Cent pro Liter. Regionale Abweichungen vom Durchschnittspreis finden sich vor allem im Süden Deutschlands. München und Nürnberg stechen hier mit knapp 97 Cent pro Liter hervor. In Österreich liegt der aktuelle Durchschnittspreis bei knapp 1,16 Euro pro Liter. Hochgetrieben vom Bundesland Tirol, in dem Heizölkunden knapp 1,25 Cent zahlen, während diese in Kärnten, in der Steiermark und im Burgenland mit etwa 1,13 Euro pro Liter am wenigsten zahlen. In der Schweiz treten die Heizölpreise weitestgehend auf der Stelle. Einzelne Kantone wie Thurgau und St. Gallen können einen leichten Preisrückgang von 0,4 Cent pro Liter verzeichnen.

HeizOel24-Tipp: Wer den Heizöl-Chart immer dabeihaben möchte, holt sich die HeizOel24-App. Ein schneller Blick überall und jederzeit auf das aktuelle Marktgeschehen schont am Ende das Portemonnaie. HeizOel24  | 21.04.2023

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