Heizölpreise tendieren leicht nach oben

22.02.23 • 10:33 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise sind im Vortagesvergleich in Österreich leicht gefallen, in Deutschland leicht und in der Schweiz moderat gestiegen. Die gestrigen Reden der Präsidenten der USA und Russlands deuten auf einen weiterhin langfristig andauernden Krieg in der Ukraine hin. Laut Eurostat hat die EU als gesamtes im bisherigen Winter ca. 19,3 Prozent Gas eingespart.

Die Rohölpreise haben im Vortagesvergleich nachgegeben und befinden sich auch aktuell auf Abwärtskurs. Der Euro wird ebenfalls niedriger als am Vortag gehandelt, konnte allerdings bereits einen Teil der Verluste wieder gut machen. Der ICE Gasoil Terminkontrakt konnte sich über die psychologisch wichtige 800 Dollar Marke kämpfen und steigt weiter. Damit besteht heute vorerst Aufwärtspotential bei den Heizölpreisen mit einer möglichen Kehrtwende um die frühe Nachmittagszeit herum. Ein Fass der US-amerikanischen Rohölsorte WTI wird aktuell mit 75,57 Dollar, einem Minus von 0,8 Prozent, gehandelt. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird aktuell mit 82,31 Dollar gehandelt, einem Minus von 0,51 Prozent. Der Euro wird aktuell mit 1,0657 Dollar, einem Plus von 0,07 Prozent, gehandelt. Der ICE Gasoil Terminkontrakt wird aktuell mit 809,50 Dollar gehandelt, einem Plus von 1,1 Prozent.

Sowohl positive als auch negative Neuigkeiten für die Heizölpreise kommen aus Russland. Nach den Ansprachen des russischen und des US-amerikanischen Präsident ist von einer langfristigen Fortsetzung des Ukrainekrieges und der damit verbundenen Abschottung des Westens gegenüber russischen fossilen Energieträgern auszugehen. Auf der anderen Seite gibt Russland an, dass die ab März geplante Förderquotenkürzung von 0,5 Mio. B/T vorerst auf den März 2023 begrenzt ist. Die russischen Raffinerien wollen in dieser Zeit möglichst viele Wartungsarbeiten durchführen, um die erzwungene Reduzierung konstruktiv zu nutzen. Da Chinas Bedarf wächst und auch Indien sehr gerne russische Ölprodukte kauft, ist davon auszugehen, dass ab April wieder mehr in Russland gefördert und verarbeitet oder als Rohöl in diese Länder exportiert wird.

Indirekt positive Neuigkeiten für die Heizölpreise kommen aus der EU. Laut dem dortigen statistischen Bundesamt Eurostat fiel der durchschnittliche Gasverbrauch der 27 Mitgliedsstaaten in den Monaten vom August 2022 bis Januar 2023 um 19,3 Prozent, verglichen mit dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre im selben Zeitraum. Die Einsparungen waren allerdings sehr unterschiedlich von 57 bis 14 Prozent war alles dabei. Dies bedeutet, dass weniger Gas zum Auffüllen der Speicher für den kommenden Winter gebraucht wird, damit die Preise sehr wahrscheinlich nicht mehr die Rekordwerte des vergangenen Jahres erreichen und damit auch die Ölpreise nicht mit nach oben gezogen werden.

In der D-A-CH-Region sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich größtenteils gestiegen. Einzig in Österreich können sich Interessenten über einen Rückgang von durchschnittlich 0,25 Cent pro Liter freuen. In Deutschland stiegen die Heizölpreise dagegen um im Schnitt 0,2 Cent und in der Schweiz um 0,8 Rappen pro Liter. Die Anzahl der Bestellungen stieg dennoch um knapp fünf Prozent im Vortagesvergleich. -fr-

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