Ölpreise bleiben durch Iran gestützt

16.01.26 • 13:44 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise legen am Freitag weiter zu, nachdem sie im gestrigen Handel deutlich nachgegeben haben. Hintergrund ist die anhaltend angespannte Lage rund um den Iran, auch wenn zuletzt kein unmittelbarer militärischer Eingriff der USA erfolgte. Die Heizölpreise im Inland folgen der Börsenbewegung vorsichtig und sind im Tagesverlauf leicht angezogen.

Die Ölpreise zeigen sich am Freitag fester. Sowohl Brent als auch WTI und Gasöl legen weiter zu und bewegen sich damit auf erhöhtem Niveau. Ausschlaggebend bleibt die politische Lage im Iran, die den Markt bereits seit Tagen beschäftigt und weiterhin Unsicherheit erzeugt.

Zu Wochenbeginn hatten neue Drohungen, Ausreiseaufrufe der USA sowie Hinweise auf eine angespannte Sicherheitslage die Sorge vor einer militärischen Eskalation deutlich verstärkt. Diese Eskalationsängste hatten die Preise kräftig nach oben getrieben. Inzwischen hat sich der Ton aus Washington etwas beruhigt. Aussagen von US-Präsident Donald Trump, die als Hinweis auf eine geringere Eskalationswahrscheinlichkeit verstanden wurden, nahmen einen Teil der Nervosität aus dem Markt, ohne die Unsicherheit vollständig zu beseitigen. Entsprechend bleibt ein Teil der geopolitischen Risikoprämie erhalten.

Gleichzeitig wirken mehrere Faktoren bremsend. Die jüngsten US-Bestandsdaten zeigen hohe Vorräte bei Rohöl sowie bei Produkten. Auch der aktuelle Monatsbericht der US-Energiebehörde beschreibt für dieses Jahr ein insgesamt gut versorgtes Marktumfeld. Zusätzlich sind Förderung und Exporte von Rohöl in Venezuela wieder angelaufen.

Die Heizölpreise legen zum Wochenende leicht zu und folgen damit der festeren Tendenz an den Ölbörsen. In Deutschland liegt der durchschnittliche Heizölpreis am Freitag bei gut 91 Cent je Liter, das sind gegenüber dem Vortag etwa 0,3 Cent mehr.

In Österreich kostet Heizöl aktuell 1,06 Euro je Liter, bleibt im Wesentlichen also auf Kurs. In der Schweiz liegt der Durchschnittspreis bei gut 93 Rappen je Liter. Das entspricht einem Aufschlag von rund 0,2 Rappen im Vergleich zu gestern.

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