Heizölpreise steigen

24.01.23 • 12:08 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise in Deutschland und Österreich sind um durchschnittlich 0,7 Cent und in der Schweiz um 0,35 Rappen pro Liter gestiegen. Während Russland im Schnitt weiterhin die gleiche Menge an Rohöl exportiert, ist der Erlös auf den niedrigsten Stand seit Kriegsbeginn gefallen. Die deutsche Regierung hatte zum Ziel, dass die Gasspeicher bis zum ersten Februar zu mindestens 40 Prozent gefüllt sein sollen und wird diesen wert womöglich um das Doppelte übertreffen.

Während die Rohölpreise aktuell ungefähr auf dem Vortagesniveau gehandelt werden und der Euro wieder unter die psychologisch wichtige 1,09 Dollar Marke gesunken ist, konnte der ICE Gasoil Terminkontrakt die psychologisch wichtige 1.000 Dollar Marke knacken. Ein Fass der US-amerikanischen Rohölsorte WTI wird aktuell mit 81,06 Dollar, einem Minus von 0,69 Prozent, gehandelt. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird aktuell mit 87,65 Dollar gehandelt, einem Minus von 0,57 Prozent. Der Euro wird aktuell mit 1,0855 Dollar, einem Minus von 0,17 Prozent, gehandelt. Der ICE Gasoil Terminkontrakt wird aktuell mit 1.019,00 Dollar gehandelt, einem Plus von 0,67 Prozent. Damit sind weitere Heizölpreissteigerungen im Tagesverlauf sehr wahrscheinlich.

Der Preisdeckel auf russisches Rohöl sowie das EU-Embargo auf russische Rohöllieferungen per Schiff zeigen Wirkung. Letzte Woche sanken die Rohölexporte des Landes um rund 800.000 B/T und glichen damit den Anstieg aus der Vorwoche wieder aus. Russland exportiert damit weiterhin rund drei Millionen Barrel pro Tag, wie auch vor den Sanktionen. Die Einnahmen sind im Vier-Wochen-Durchschnitt wiederum auf den niedrigsten Stand seit Kriegsbeginn gefallen, da russisches Rohöl global mit starken Abschlägen gehandelt wird. Interessant wird der Effekt des kommenden EU-Embargos auf russische Ölproduktlieferungen per Schiff und dem geplanten Preisdeckel auf russische Ölprodukte. Hier wird die Erschließung neuer Absatzmärkte für Moskau herausfordernder, da der Transport schwieriger ist. Sollte Moskau ein Export nur unter starken Einschränkungen der Mengen möglich sein, beschneidet es zwar die russische Kriegskasse, wird allerdings global für eine Verknappung von z. B. Kerosin und Heizöl sorgen.

Positive indirekte Nachrichten für die Heizölpreise kommen aus Deutschland. Die dortige Regierung hatte es sich zum Ziel gesetzt, dass die Gasspeicher bis zum 01.02.2023 zu mindestens 40 Prozent befüllt sein müssen. Zum jetzigen Zeitpunkt wird dieses Ziel mit Leichtigkeit erreicht. Aktuell sind die Gasspeicher in Deutschland zu 86,52 Prozent befüllt und befinden sich damit übe dem europäischen Durchschnitt von 78,35 Prozent. Positiv ist, dass das Land temperaturbereinigt im aktuellen Monat ca. 23,7 Prozent Gas einsparen konnte im Vorjahresmonatsvergleich, allerdings liegt die durchschnittliche Temperatur auch im Schnitt 3,9 Grad Celsius über dem Vorjahresmonat. Da Öl teils als Ersatz für Gas bei der Energieerzeugung genutzt werden kann, bedeuten sinkende Gaspreise, dass Alternativen wie Öl uninteressant und damit ebenfalls günstiger werden.

In der D-A-CH-Region steigen die Heizölpreise im Vortagesvergleich weiter stark an. In Deutschland und Österreich müssen Interessenten aktuell im Schnitt 0,7 Cent mehr pro Liter Heizöl zahlen. In der Schweiz hält sich der Anstieg mit im Schnitt 0,35 Rappen verhältnismäßig in Grenzen. Im Zuge der steigenden Preise füllen aktuell viele Nutzer die Tanks auf. Ein Abwarten bis zum Februar und dem kommenden EU-Embargo, dürfte ein Risiko darstellen. -fr-

HeizOel24-Tipp: Ratenkauf, Lastschrift, Rechnung oder doch lieber Bar oder mit EC-Karte am Tankwagen? Wählen Sie bei der Bestellung Ihre bevorzugte Bezahlart. In jedem Fall erhalten Sie eine litergenaue Abrechnung und bezahlen exakt die getankte Menge. HeizOel24 24.01.2023

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
100,53 €
Veränderung
-1,13 %
zum Vortag
100,53 €
/100l
Prognose
-0,80 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 06.02.2023, 14:02
$/Barrel +1,34%
Gasöl 803,00
$/Tonne 0,00%
Euro/Dollar 1,0775
$ -0,13%
US-Rohöl 74,07
$/Barrel +1,15%
Börsendaten
Dienstag
24.01.2023
12:08 Uhr
Schluss Vortag
23.01.2023
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
88,20 $
pro Barrel
88,14 $
pro Barrel
+0,07%
Gasöl
1.020,00 $
pro Tonne
1.009,75 $
pro Tonne
+1,02%
Euro/Dollar
1,086 $
1,0869 $
-0,08%
(konstant)
USD/CHF
0,9232 CHF
0,9221 CHF
+0,12%
(konstant)
Heizölpreis
Dienstag
24.01.2023
12:08 Uhr
Schluss Vortag
23.01.2023
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
116,32 €
115,26 €
+0,92%
Österreich
134,64 €
133,83 €
+0,61%
Schweiz
130,44 CHF
130,09 CHF
+0,27%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl leicht steigend
Heizöl leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Preisniveau von heute im Vergleich zum durchschnittlichen Preisniveau der letzten 12 Monate für 3.000 Liter.
Trotz Embargo sinken die Heizölpreise
06.02.23 • 11:16 Uhr • Fabian Radant
Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind zum Wochenstart stark gefallen. Zum Start des EU-Embargos auf russische Ölprodukte kommt auch der Preisdeckel der G7, EU und Australiens auf diese. Die guten US-amerikanischen Arbeitsmarktdaten stärken den Dollar und sind damit ein preistreibender Faktor für Heizöl. Während sich der Euro und ICE Weiterlesen
Heizölpreise für EU-Embargo auf Abwärtstrend
03.02.23 • 11:47 Uhr • Fabian Radant
Die Heizölpreise in Österreich, Deutschland und der Schweiz sind größtenteils deutlich gesunken. Die Raffinerien in den USA melden, dass sie einerseits aufgrund von Wartungsarbeiten und andererseits zur Gewinnoptimierung die Auslastung im ersten Quartal 2023 zurückfahren. Der Ölmarkt reagiert stark verunsichert auf die aktuellen globalen Entwicklungen, was zu einem volatilen Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv
Haben Sie Fragen?
gern beraten wir Sie persönlich
Mo-Fr 8-18 Uhr
030 70171230
4.84 / 5.00
87.233 Bewertungen