Heizölpreisseitwärtstrend nach Abstieg wieder am Steigen

20.01.23 • 09:56 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise in Deutschland, der Schweiz und Österreich sind gestiegen. Mit durchschnittlich 1,15 Cent pro Liter in Deutschland am stärksten. Der Bericht des DOE bestätigt die Daten des API vom Vortag. Aufgrund der weiterhin niedrigen Raffinerietätigkeit verpufft der preissenkende Aspekt allerdings. Deutschland setzt immer stärker auf erneuerbare Energien, es mangelt allerdings massiv an Speichermöglichkeiten.

Die Rohölpreise konnten die psychologisch wichtigen Marken von 80 (WTI) bzw. 85 (Brent) Dollar pro Fass wieder überschreiten. Ein Fass der US-amerikanischen Sorte WTI wird aktuell mit 81,06 Dollar, einem Plus von 0,97 Prozent, gehandelt. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird aktuell mit 86,60 Dollar gehandelt, einem Plus von 0,25 Prozent. Der Euro konnte im Vergleich zu gestern Vormittag ebenfalls deutlich zulegen und wird aktuell mit 1,0842 Dollar, einem Plus von 0,09 Prozent, gehandelt. Der ICE Gasoil Terminkontrakt steigt ebenfalls weiter und wird aktuell mit 968,50 Dollar gehandelt, einem Plus von 2,7 Prozent. Da die Zuwächse der Rohöl- und Ölproduktpreise die des Euros stark übertreffen, ist von steigenden Heizölpreisen im Tagesverlauf auszugehen.

Nachdem der Bericht des US American Petroleum Institute vom Mittwoch für einen kurzen Abwärtssprung der Rohölpreise sorgte, fehlen dem gestern veröffentlichte Bericht des US-amerikanischen Department of Energie (DOE) preissenkende Einflüsse. Zwar bestätigt der Bericht die Zahlen des API, aufgrund der weiterhin mit rund 85 Prozent Auslastung eingeschränkten Raffinerietätigkeit, ist der Einfluss gering. Da die Aufbauten nicht auf einer Rezession, sondern auf den Nachwirkungen extremen Wetters basieren, werden diese als temporäres Phänomen in der Preisbildung vom Markt nicht berücksichtigt. Damit stiegen die Rohölpreise wieder an.

Schlechte Nachrichten für die Heizölpreise kommen aus Deutschland. Die dortige Regierung setzt ihre Hoffnung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien aus Wind und Sonne. Neben einem zu langsamen Ausbau besteht das nächstgroße Problem in der Speicherung der Energie. Aktuell schwankt die Effizienz der Versorgungssicherheit noch stark. Im Sommer bspw. kann es zu einer Versorgung des Landes von 80 Prozent und mehr aus erneuerbaren Energien kommen, nachts und vor allem im Winter kann dieser Wert allerdings auf weit unter zehn Prozent fallen. Gegenwärtig kann Deutschland ca. 40 Gigawattstunden (GW) speichern. Für eine Sommernacht aus erneuerbaren Energien abzudecken wäre gegenwärtig eine Speicherkapazität von ca. 400 GW und für z. B. zehn dunkle Wintertage eine Speicherkapazität von rund 10.000 GW nötig. Im Energiekonzept der amtierenden Regierung sind zwar mehrere Milliarden im niedrigen Einstelligen Bereich für die Forschung und den Ausbau der Speicherkapazität vorgesehen, diese werden allerdings noch mit anderen wichtigen Projekten wie Netztechnik und Energieeffizienz. Der Mangel an Speichermöglichkeiten wird die deutsche Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern noch über Jahre hochhalten und damit bleiben mehr Interessenten, die mit dem Heizölnutzern um Ölprodukte konkurrieren und damit die Heizölpreise oben halten.

Die Heizölpreise in der D-A-CH-Region steigen, das Ausmaß unterscheidet sich in den drei Ländern allerdings stark. In Österreich zahlen Interessenten im Schnitt 0,05 Cent mehr pro Liter Heizöl. In der Schweiz liegt der Aufpreis bei durchschnittlich 0,2 Rappen pro Liter. In Deutschland müssen Heizölnutzer im Durchschnitt 1,15 Cent mehr pro Liter Heizöl zahlen. Im Zuge der steigenden Preise fiel die Anzahl der Bestellungen im Vortagesvergleich um ca. zehn Prozent. Trotz der Aufwärtstendenz der letzten Tage hält sich der Heizölpreis noch im Bereich des Seitwärtstrends der letzten Wochen. Ein klarer Richtungsimpuls fehlt weiterhin, wobei die chinesische Neujahrsreisesaison begonnen hat und das EU-Embargo in rund zwei Wochen in Kraft tritt. Beides sind größere Ereignisse, welche den Heizölpreis stark nach oben drücken könnten. -fr-

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