Heizöl- und Ölpreise bleiben auf Abwärtskurs

08.12.22 • 12:53 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Richtungsvorgabe an den Börsen waren gestern klar bearish. Der globale Konjunkturabschwung und ein preisdrückender US-Bestandsdatenbericht des US-Energieministeriums belasteten die Ölpreise, die sich heute etwas fangen und stabilisieren konnten. Im Inland bleiben die Heizölpreise auf Abwärtskurs und geben heute nochmal durchschnittlich 1,5 Cent bzw. Rappen ab.

Die Ölpreise verliefen im gestrigen Handelsverlauf stabil in ihrem Abwärtskanal, da Sorgen der Anleger über eine globale Abschwächung der Konjunktur überwiegten. Chinas Absicht die Wirtschaft wieder deutlich anzukurbeln, gab zwar Auftrieb, konnte aber die Rohöl-Notierungen nicht vom Weg abbringen. Nach landesweiten Protesten, schlechten Konjunkturaussichten und der Neueinstufung des Virus werden die strikten Corona-Eindämmungsmaßnahmen zunehmend gelockert, was sich auf die Ölnachfrage auswirkt. China als größter Ölabnehmer Russlands, hatte der G7-Preisobergrenze von 60 US-Dollar pro Barrel (159 l) nicht zugestimmt und teilte mit, es werde die Geschäftsbeziehungen zu Russland aufrechterhalten. In diesem Jahr hatte Peking die Importe der russischen Ölsorte Urals nochmal deutlich gesteigert.

Mit der Veröffentlichung der offiziellen US-Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) kamen die Ölbären zurück auf das Börsenparkett. Laut DOE sind in der letzten Woche die Rohölbestände stark rückläufig, was allerdings der höheren Raffinerieauslastung geschuldet ist. Die durchaus bearishe Wirkung des Berichts resultiert aus den Bestandveränderungen der Raffinerieprodukte. Die Vorräte von Benzin und Destillaten, den beiden wichtigsten Kategorien, legten sehr stark um jeweils 5,3 Mio. und 6,2 Mio. Barrel zu. Zurückzuführen ist dies ebenfalls darauf, dass die Raffinerien mehr verarbeiteten, während die Benzinnachfrage ähnlich wie zur Vorwoche verlief. Jedoch ging die Nachfrage nach Destillaten (Heizöl, Diesel) zurück, was im Report mehr gewichtete. Am Morgen können sich die Rohöl-Notierungen stabilisieren und starten etwas fester in den neuen Handelstag. Die Nordseesorte Brent kostete 77,62 US-Dollar pro Barrel, die amerikanische Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg leicht auf 72,57 US-Dollar je Fass an.

Die Abwärtsbewegung der Heizölpreise nimmt auch heute Tempo auf. Mit täglich nennenswerten Abschlägen erreichen diese heute in Deutschland fast 1,14 Euro pro Liter und nehmen die 1-Euro-Marke ins Visier. In Österreich kostet der Liter des flüssigen Brennstoffs gut 1,36 Euro und in der Schweiz sinkt er auf durchschnittlich 1,27 Schweizer Franken (= 1,28 Euro) für eine 3.000 Liter Order. Damit liegt Heizöl in Deutschland 24 Prozent, Österreich 15 Prozent und die Schweiz 26 Prozent unter dem Preisniveau vom Sommer. Die Nachfrage ist aktuell sehr hoch und viele Verbraucher bestellen jetzt nach.

HeizOel24-Tipp: Sie warten auf einen bestimmten Preis? Kein Problem! Legen Sie ihn fest und wir informieren Sie per E-Mail bzw. Push-Nachricht, wenn dieser erreicht ist. Nutzen Sie einfach die Preisalarm-Funktion in der Angebotsliste.HeizOel24 08.12.2022

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