Frohe Ostern mit guten Heizölpreisen - wenn nicht die OPEC+ ein Ei ins Nest legt

01.04.21 • 14:38 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise geben am Donnerstag deutlich nach. Rohöl (Brent) notiert im Bereich von 63 Dollar je Barrel. US-Rohöl (WTI) rutscht mit aktuell 59,50 Dollar je Barrel unter die 60-Dollar-Marke. Heizöl in der DACH-Region wird mit einer durchschnittlichen Ersparnis zum Vortag von 0,1 Cent bzw. Rappen je Liter, zunächst kaum billiger. Im Vorfeld des langen Osterwochenendes und des für heute Abend erwarteten Förderquoten-Entscheids der OPEC+, wagt sich der Handel nicht aus der Deckung. Die Heizölnachfrage bleibt schwach.

Kurz vor Ostern wird es noch einmal spannend in Sachen Ölpreis. Der Markt erwartet Aussagen der OPEC+, also der Allianz aus OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan, die seit rund vier Jahren gemeinsame Verabredungen treffen. Konkret geht es um die Verlängerung der aktuellen Förderquoten bis Mai oder sogar Juni, um den Abbau der Lagerbestände in den Abnehmerländern zu forcieren und den Ölpreis zu stützen. Das JMMC (Joint Ministerial Monitoring Committee) als Vorschlagsgremium der OPEC+, machte gestern keine genauen Vorgaben für die heutige Sitzung, sodass mit Überraschungen zu rechnen ist.

Aufgrund der andauernden Coronapandemie ist die OPEC+ seit Jahresbeginn vom ursprünglichen Plan einer schrittweisen monatlichen Anhebung ihrer Förderquoten abgewichen und hat den Ölpreis damit in die Höhe getrieben. Das aktuelle Preisniveau liegt auf dem Vor-Corona-Niveau. Die US-amerikanische Schieferölindustrie, die seit ca. 2015 einen wachsenden Gegenpol bildete ist von der Corona-Krise hart getroffen und bildet aktuell nicht das gewohnte Marktregulativ.

Mit Blick auf den heimischen Heizölhandel bleibt die Nachfrage ausgangs der Heizperiode verhalten, was sich an den Osterfeiertagen – trotz Lockdown und vorprogrammierter Langeweile in vielen Haushalten – nicht ändern dürfte. Auch die Tatsache, dass die Inlandsnotierungen für Heizöl hinter der Rohölpreisentwicklung zurückgeblieben sind, lockt kaum einen Verbraucher hinter dem sprichwörtlichen Ofen hervor. Günstige Währungseffekte und maximale Händlerrabatte in Ermangelung von Aufträgen sorgen dafür, dass Heizöl noch immer billiger ist als 2019 und Anfang 2020. Dies gilt selbst in Deutschland, wo rund sieben Cent aus der im Januar 2021 eingeführten CO2-Abgabe, zusätzlich auf dem Literpreis für Heizöl lasten. - ok

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