Heizöl: Nachfrage bleibt auf Vorjahresniveau stecken

Nach Gewinnen im späten Mittwochshandel sind die Ölpreise fest in den Donnerstag gestartet, knicken jedoch am Mittag ein. Neue Corona-Sorgen wiegen schwer und belasten die Börsen in allen Segmenten. Die nationalen Heizölpreise, die analog zum gestrigen Börsengeschehen rund 0,40 Cent bzw. Rappen je Liter höher in den Tag gestartet sind, dürften im Tagesverlauf ebenfalls Abwärtspotential entfalten. Die Nachfrage bleibt verhalten und erreicht in etwa das Vorjahresniveau.

An den internationalen Börsen ist angesichts massiv steigender Infektionszahlen in diversen Staaten die Corona-Angst neu entbrannt. Auch in Deutschland macht bereits das Schreckgespenst eine zweiten Lock-Downs die Runde, das viele bereits angeschlagene Unternehmen endgültig in die Knie zwingen könnte. In Folge des gestrigen Krisengipfels im Kanzleramt geht der der DAX auf Tauchstation und auch an den Rohstoffmärkten winkt der nächste Tiefschlag. Einzig Edelmetalle stemmen sich gegen den Abwärtstrend. Gold und Platin zeigen sich wertstabil, Silber mit leichten Verlusten. Rohöl (Brent) gibt mit Verlusten von über zwei Prozent deutlich nach und bis zum Wochenende wird die Frage in den Fokus rücken, ob der Seitwärtstrend der letzten sechs Wochen anhält. Einen wichtigen Impuls dürften in diesem Zusammenhang die DOE-Lagerbestandsdaten heute Nachmittag liefern, die allerdings unter dem Eindruck des schweren Hurrikan Delta aus der Vorwoche zu betrachten sind. Die API-Erhebung von gestern zeigte in alle Produktbereichen unerwartet hohe Abflüsse.

Der hiesige Heizölmarkt zeigt sich weiter mit angezogener Handbremse. Viele volle Verbrauchertanks hemmen die Kaufaktivität, die beim aktuellen Preisniveau normalerweise zu erwarten wäre. Da man jeden Tank vor dem Winter nur einmal füllen kann, bleibt vielen Kunden der Zugang zum Schnäppchenparadies aktuell verwehrt. Heizölpreise von durchschnittlich 40 Cent je Liter in Deutschland, 54 Cent in Österreich und 64 Rappen in der Schweiz, wie sie seit Wochen vorherrschen bedeuten vielerorts die günstigsten Oktober-Preise seit 2003 und eine satte Ersparnis gegenüber den letzten beiden Jahren. Vor einem Jahr war Heizöl je nach Region rund 60 Prozent teuerer und im Oktober 2018 besonders in Süddeutschland mehr als doppelt so teuer wie heute. Die Zahl der Bestellungen bleibt dennoch auf dem Niveau der Vorjahre stecken. Besonders in Deutschland gilt: Wer freie Kapazitäten hat, der tanke jetzt günstig auf! Zumindest in der Bundesrepublik wird Heizöl im kommenden Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit teurer. Im Schatten der Corona-Krise hat die der Bundestag mit Stimmen von CDU, SPD und Grünen unlängst die CO2-Bepreisung für alle Lieferungen ab 1. Januar 2021 verabschiedet. Neben Heizöl und Diesel (+7,9 Cent je Liter) werden auch Erdgas (+6 Cent je m³) und Benzin (+7 Cent je Liter) empfindlich verteuert. - ok

HeizOel24-Tipp: Die Kaufgelegenheit bleibt äußerst günstig! Werfen Sie schnell einen Blick auf die Messuhr am Heizöltank oder rüsten Sie um: Mit meX, dem smarten Heizölassistenten haben Sie den Füllstand jederzeit und überall griffbereit auf dem Handy. Die kostenlose App berechnet, was reinpasst und zeigt den niedrigsten Preis. HeizOel24 15.10.2020

Börsendaten:
  Donnerstag 15.10.2020 - 13:48 Uhr Schluss Vortag 14.10.2020 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
42,15 $
pro Barrel
43,43 $
pro Barrel
-2,95%
Gasöl 338,25 $
pro Tonne
347,75 $
pro Tonne
-2,73%
Euro/Dollar 1,1712 $ 1,1746 $ -0,29%
(etwas schwächer)
USD/CHF 0,9136 CHF 0,9130 CHF +0,07%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 15.10.2020 - 13:48 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 40,05 € 39,62 € +1,07%
Österreich 54,64 € 54,28 € +0,67%
Schweiz 64,59 CHF 63,79 CHF +1,25%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
konstant konstant
alle Angaben ohne Gewähr

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