Börsen im Korrekturmodus - Ölpreis fällt weiter

08.09.20 • 12:06 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise an den internationalen Börsen bleiben am Dienstag unter Abgabedruck. Rohöl der Sorte Brent (Nordseeöl) kostet rund 41,20 Dollar je Barrel und die amerikanische Leitsorte WTI ist mit aktuell 38,20 Dollar deutlich unter die psychologisch wichtige 40-Dollar-Marke gerutscht. Die hiesigen Heizölpreise geben ebenfalls weiter nach und geringe Tagesverluste von vorerst durchschnittlich 0,2 Cent bzw. Rappen je Liter sorgen abermals für ein neues Langzeittief. Die Nachfrage stabilisiert sich auf einem hohen, herbsttypischen Niveau.

Mit der Wiederaufnahme des Handels in den USA (am Montag war dort Feiertag) kommen die Börsen erneut auf breiter Front unter Abwärtsdruck. Während sich die meisten Aktienkurse gestern im europäischen Handel ausgesprochen freundlich präsentierten und die Ölpreise immerhin stagnierten, bläst mit heute von der Wallstreet erneut ein heftiger Gegenwind über den Atlantik. US-Rohöl (WTI) verliert am stärksten und baut den Preisabschlag gegenüber Brent neuerlich aus. Rund vier Dollar je Barrel sind nun Stand der Dinge. Fest steht, das Börsenjahr 2020 steht im Zeichen von Corona. Folgt auf den Absturz und die anschließende Rally nun der Herbst der Realität? In jedem Fall müssen die teils weit über das Vor-Corona-Niveau hinausgeilten Kurse zeigen, dass sie durch die wirtschaftliche Entwicklung gerechtfertigt sind. Bei den Ölpreisen wird sich erfahrungsgemäß sehr schnell zeigen, ob das erreichte Preisniveau durch die Nachfrage gedeckt ist, oder ob die Korrektur weiter Fahrt aufnimmt.

Mit Blick auf den heimischen Heizölmarkt ist besonders im Chart für Deutschland ein lupenreiner Abwärtstrend erkennbar. Die landesweiten Durchschnittspreie fallen seit Monaten nahezu kontinuierlich. In Österreich und der Schweiz geben die Heizölpreise, nach einer eher seitwärts gerichteten Phase im Sommer, seit Anfang September noch einmal besonders markant nach. In Deutschland macht sich aktuell eine Nord-Süd-Trennung bemerkbar. Im Süden stabilisieren sich die Heizölpreise nach den hohen Sommerrabatten parallel zur anziehenden Nachfrage. Im Norden bleiben sie anhaltend unter Druck. Überall gilt jedoch: So günstig wie heute war Heizöl Anfang September seit 17 Jahren nicht mehr.ok

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