gerade Straße

Ölpreise bleiben nach API-Daten richtungslos

Die API-Bestandsdaten konnten die Ölpreise in keine bestimmte Richtung bewegen. Die Börsenkurse reagieren derzeit mit einem Auf- und Ab auf neue Impulse und zeigen sich weiterhin richtungslos. Für die Inlandspreise geht es heute marginal nach oben.

Die gestrigen US-Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) konnten keine richtungsweisenden Impulse an den Börsen platzieren. Auf die Nachrichtenlage reagierten die Kurse sehr volatil, ohne sich für Bulle oder Bär entscheiden zu können. Meldungen über die Stilllegung der amerikanischen Dakota Access Pipeline wegen unzureichender Umweltauflagen und die Zustimmung Angolas über eine stärker reduzierte Ölproduktion von Juli bis September stützen die Preise, während die Befürchtungen über eine Nachfrage-Stagnierung belasteten. Zum Schluss gingen die Ölpreise wenig bewegt aus dem Handel. Am Morgen notierte die amerikanische Ölsorte WTI bei 40,45 US-Dollar, die Nordseesorte Brent für den europäischen Markt bei 42,92 US-Dollar.

Das API gab gestern Abend die Veränderungen der letzten Berichtswoche für Rohöl und den Raffinerieprodukten bekannt. Demnach stiegen die Rohölbestände um 2,0 Millionen Barrel entgegen der Erwartungen von Analysten (-2,8 Millionen Barrel). Mit den für heute 16:30 Uhr angesetzten Daten des US-Energieministeriums wird deutlich werden, ob die Aufbauten auf einen Rückgang der Exporte zurückzuführen sind. Auch gingen Experten davon aus, dass die Benzinvorräte wegen der Corona-Beschränkungen zunehmen. Die Annahme konnte durch den API-Bericht nicht bestätigt werden. Laut dem Interessenverband sanken die Benzinvorräte um 1,8 Millionen Barrel, was als positives Signal gedeutet wird.

Mit den drastischen Zahlen der Neuinfektionen in den USA bleibt der Markt unruhig. Zwar schloss US-Präsident Trump einen erneuten Lockdown aus, dennoch zeigen erste Rücknahmen von Lockerungen, dass eine zweite Corona-Welle im Anmarsch ist, was die Befürchtungen von Tradern stärkt. Mit den Feierlichkeiten zum Independence Day am vergangenen Wochenende ist das Ausmaß neuer Ansteckungen noch nicht absehbar. Sollte die OPEC+ ab August wieder mehr Rohöl fördern, könnten die Ölpreise unter Druck geraten. Der aktuelle Deal sieht eine Produktionskürzung von 9,6 Millionen Barrel/Tag bis Ende Juli vor. Ab August würde wieder die Kürzung von 7,6 Millionen Barrel/Tag greifen, wenn sich die Ölminister am 15. Juli auf keine Verlängerung einigen können. -jw

HeizOel24-Tipp: Bleiben Sie informiert mit unserem Newsletter und erhalten Sie interessante Daten zur Heizölpreisentwicklung und Tipps, wenn ein guter Zeitpunkt zum Heizölkaufen ist. HeizOel24. 08.07.2020

Börsendaten:
  Mittwoch 08.07.2020 - 12:54 Uhr Schluss Vortag 07.07.2020 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
43,07 $
pro Barrel
43,01 $
pro Barrel
+0,14%
Gasöl 367,25 $
pro Tonne
367,25 $
pro Tonne
0,00%
Euro/Dollar 1,1283 $ 1,1273 $ +0,09%
(konstant)
USD/CHF 0,9413 CHF 0,9425 CHF -0,13%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 08.07.2020 - 12:54 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 43,16 € 43,18 € -0,04%
Österreich 58,64 € 58,64 € +0,01%
Schweiz 69,52 CHF 65,10 CHF +6,79%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
konstant fallend
alle Angaben ohne Gewähr
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