Steigende Benzinnachfrage stützt Ölpreise

Die Rohölpreise konnten sich am Freitag von ihren Kursverlusten erholen und reagieren verspätet auf Daten zu gesunkenen Benzinbeständen, die am Mittwoch vom US-Energieministerium veröffentlicht wurden. Die Ölfutures orientierten sich im frühen Handel an den Donnerstaghochs und deuteten für die Heizölpreise in der DACH-Region Aufschläge an. Im Tagesverlauf wird Heizöl somit durchschnittlich 0,6 Cent bzw. Rappen je Liter teurer.

Zum Vortag konnten sich die Ölpreise angesichts der steigenden Benzinnachfrage und US-Ölproduktion erholen. Eine verspätete Reaktion auf den DOE-Lagerbestandsbericht, bei dem vor allem die gestiegenen Rohölvorräte fokussiert wurden und die Ölpreise belasteten. Marktteilnehmer gewinnen mit den Benzinabbauten an Optimismus auf eine Erholung der Kraftstoffnachfrage, auch wenn die Zahlen der Neuinfektionen vor allem in den Südstaaten der USA alarmierend sind. Die Bundesstaaten Texas und Florida zählen zu den größten Benzinkonsumenten. Die Gefahr, dass neue Beschränkungen nötig sind, um das Virus einzudämmen, könnte auch der Hoffnung wieder einen Dämpfer verpassen. Die Rohöl-Futures der amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) kletterten auf 39,30 US-Dollar, die Brent-Rohöl-Futures stiegen auf 41,69 US-Dollar.

Nach Tropensturm Cristobal konnte die Produktion im Golf von Mexiko wieder aufgenommen werden. Derzeit drosseln bzw. pausieren US-Unternehmen in großen Öl- und Gasförderregionen ihre Produktion aufgrund des zu geringen Ölpreises. Laut einer Umfrage der Dallas Federal Reserve Bank soll die Ölproduktion erst fortgeführt werden, wenn sich der Rohölpreis bei durchschnittlich 41 US-Dollar einfindet. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass dies Ende Juli sei.

Mit dem Start der Sommerferien für die ersten Bundesländer in Deutschland beginnt hierzulande auch das erhöhte Verkehrsaufkommen auf den Straßen. Für weite Teile in der Schweiz und Österreich geht es Anfang Juli los. Da das Auto das beliebteste Verkehrsmittel in diesem Sommer ist, steigt auch im Inland die Benzinnachfrage deutlich an. Anders sieht es bei der Nachfrage nach Heizöl aus. Diese bleibt weiter gering. Verbraucher nutzen bereits die Tiefpreisphase, um Öl zu bestellen und warten nun auf die Lieferung. -jw

HeizOel24-Tipp: Trotz Urlaub auf dem Laufenden bleiben. Mit dem Newsletter von HeizOel24 haben Sie alle Neuigkeiten rund um den Heizölmarkt auf dem Schirm. HeizOel24. 26.06.2020

Börsendaten:
  Freitag 26.06.2020 - 12:38 Uhr Schluss Vortag 25.06.2020 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
41,44 $
pro Barrel
41,48 $
pro Barrel
-0,10%
Gasöl 349,75 $
pro Tonne
347,50 $
pro Tonne
+0,65%
Euro/Dollar 1,1229 $ 1,1216 $ +0,12%
(konstant)
USD/CHF 0,9472 CHF 0,9483 CHF -0,12%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 26.06.2020 - 12:38 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 44,02 € 43,25 € +1,79%
Österreich 58,63 € 58,82 € -0,33%
Schweiz 68,50 CHF 67,58 CHF +1,36%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
konstant fallend
alle Angaben ohne Gewähr
gerade Straße

Ölpreise bleiben nach API-Daten richtungslos

weiterlesen
Ruhiges Meer

Ölpreise: Neue Impulse braucht der Markt

weiterlesen
Ölpreise an der Börse

Ölpreise bewegen sich zwischen Hoffnung und Sorge

weiterlesen

Pressekontakt

+49 (0)30 701 712 0
Oliver Klapschus
Geschäftsführer