Börsenrallye droht zu überhitzen - Heizöl teurer aber weiter billig

03.06.20 • 12:54 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Öl- und Heizölpreise befinden sich weiter auf Erholungskurs, das an den Börsen eingeläutete Corona-Ende, das hoffentlich auch in der Realität naht, trieb die Ölpreisnotierungen gestern erstmals seit Anfang März über 40 Dollar je Barrel Brent. Ein Wert, der am Mittwochmorgen zunächst noch Bestand hatte, nun aber bröckelt. Heizöl in der DACH-Region verteuert sich um bis zu einem Cent bzw. Rappen je Liter. Die Nachfrage lässt spürbar nach.

Die voranschreitende Erholung der globalen Ölnachfrage, sinkende Rohöllagerbestände in den USA und die schrittweise greifenden Förderrestriktionen der OPEC+-Staaten schieben die Ölpreiserholung Anfang Juni weiter deutlich an. Hinzu kommen die seit Tagen haussierenden Kurse am Aktienmarkt von dem das Stimmungshoch abfärbt. Besonders in Europa ist die Hoffnung auf ein schnelles Überwinden der Corona-Krise groß und Furcht vor einer zweiten Ansteckungswelle schwindet. Billiges Notenbankgeld und Strafzinsen von immer mehr Geschäftsbanken treiben zusätzlich in großem Stil Kapital in den Markt. Gleichzeitig steigt die Gefahr einer Überhitzung der Kurse an den Börsen immer weiter. Denn die Wirtschaft muss liefern und das besonders kritische zweite Quartal läuft noch. Die Berichtssaison ab Mitte Juli dürfte einige böse Überraschungen im Gepäck haben. Auch am Arbeitsmarkt erreicht die Corona-Krise die Realwirtschaft. Nach den seit Wochen stark steigenden Arbeitslosenzahlen in den USA, erreicht der Trend inzwischen auch Deutschland. Hier gibt es zudem ein Heer von über sieben Millionen Kurzarbeitern (über 20% aller abhängig Beschäftigten), wie die Bundesagentur für Arbeit heute berichtet.

Unterdessen erreicht die Erholungsrallye an den Ölbörsen auch die Inlandspreise für Heizöl. In Deutschland und der Schweiz erreichen sie heute ein Zwei-Wochen-Hoch. Nur in Österreich zeigt sich deutlich weniger Dynamik im Preischart und die Notierungen verharren am Tiefpunkt. Auch in den beiden Nachbarländern bleibt die Einkaufsgelegenheit für Heizöl trotz des Zwischenhochs weiterhin äußerst attraktiv, denn die Heizölpreise befinden sich noch immer in unmittelbarer Nähe des kürzlich markierten Vier-Jahres-Tiefs. Selbst für den Fall weiter steigender Börsenkurse ist das Aufwärtspotential durch die sinkende Inlandsnachfrage begrenzt. Nach dem großen Heizöl-Run im März und April sind die Tanks vieler Privathaushalte nun zunehmend gut gefüllt und trotzt zuletzt immer günstigerer Preise ging das Bestellaufkommen im Mai spürbar zurück. Dieser Trend setzt sich im Juni fort. - ok

HeizOel24-Tipp: Klimaneutrales Heizöl - auch und gerade in Krisenzeiten an die Umwelt denken! Mit einem Mausklick stellen Sie Ihre Heizöllieferung beim Kauf CO2-neutral und unterstützen ausgewählte Klimaschutzprojekte rund um den Globus. HeizOel24. 03.06.2020

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
153,64 €
Veränderung
+8,91 %
zum Vortag
153,64 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 02.04.2026, 15:33
Nordseeöl 109,32
$/Barrel +9,13%
Gasöl 1.572,50
$/Tonne +17,35%
Euro/Dollar 1,1523
$ -0,58%
US-Rohöl 112,91
$/Barrel +14,15%
Börsendaten
Mittwoch
03.06.2020
12:54 Uhr
Schluss Vortag
02.06.2020
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
39,05 $
pro Barrel
39,58 $
pro Barrel
-1,34%
Gasöl
311,25 $
pro Tonne
315,25 $
pro Tonne
-1,27%
Euro/Dollar
1,1205 $
1,1169 $
+0,32%
(etwas fester)
USD/CHF
0,963 CHF
0,9622 CHF
+0,08%
(konstant)
Heizölpreis
Mittwoch
03.06.2020
12:54 Uhr
Schluss Vortag
02.06.2020
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
46,65 €
0,00 €
0,00%
Österreich
59,07 €
0,00 €
0,00%
Schweiz
68,17 CHF
0,00 CHF
0,00%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl konstant
Heizöl fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Trump-Rede katapultiert Ölpreise nach oben
02.04.26 • 10:02 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise ziehen heute kräftig an und drehen damit die Bewegung vom Vortag deutlich nach oben. Nach einem richtungslosen Mittwoch sorgt die neue Eskalationsrhetorik aus Washington für einen Stimmungswechsel. Für Verbraucher bedeutet das: Heizöl verteuert sich spürbar und legt aktuell um durchschnittlich zehn Cent pro Liter zu.Am Mittwoch fehlte dem Markt zunächst die klare Linie. Die Nordseesorte Weiterlesen
API-Daten schicken Ölpreise südwärts
01.04.26 • 10:56 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise haben am Dienstag spürbar nachgegeben und die vorherige Aufwärtsbewegung korrigiert. Auslöser waren vor allem überraschend hohe Lageraufbauten in den USA, während die Angriffe im Persischen Golf weitergingen. Für Verbraucher wird Heizöl heute günstiger und gibt im Schnitt um rund drei Cent je Liter nach.Der Handel begann zunächst stabil. Die Nordseesorte Brent bewegte sich am Vormittag Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv