Heizölpreise immer attraktiver

15.05.20 • 14:22 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Preise für Gasöl und Rohöl verabschieden sich mit Aufschlägen ins Wochenende. Sowohl Brent (Nordseeöl), als auch WTI (US-Rohöl) können mit 32 bzw. 28 Dollar je Barrel den höchsten Stand seit Anfang April verbuchen. Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) markiert den höchsten Stand seit immerhin knapp vier Wochen. Die nationalen Heizölpreis ziehen ebenfalls an, verbleiben aber wegen des immer noch reichlich vorhandenen latenten Abwärtspotentials in unmittelbarer Nähe ihres am Mittwoch markierten Vier-Jahres-Tiefs. Die verbraucherseitige Kaufbereitschaft bleibt hoch bis sehr hoch.

Am Weltmarkt keimt weiterhin die Hoffnung, dass sich die Ölnachfrage im zweiten Halbjahr 2020 in Richtung des Vorkrisenniveaus bewegen könnte. Die Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC, die im Wochenverlauf veröffentlicht wurden teilten diese Einschätzung und aus speziell aus Asien wird von einer steigenden Raffinerieverarbeitung berichtet. Parallel zeigt die Drosselung der Ölförderung Wirkung im Angebotsgefüge. In den OEPC-Staaten greifen sukzessive die neuen Quoten und in den USA haben viele Anbieter Bohrlöcher aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit vorübergehend stillgelegt. Auch die Öllagerbestände in den USA waren erstmals seit Wochen rückläufig und stützen damit den Ölpreis.

Am heimischen Heizölmarkt nimmt der Preisrutsch weiter Fahrt auf. Im Wochenvergleich hat sich Heizöl je nach Region um 1,5 bis drei Cent bzw. Rappen je Liter verbilligt und der intakte Abwärtstrend lässt auch für die nächsten Tage und Wochen tendenziell eher sinkende als steigende Preise erwarten. Einziger Wermutstropfen für Verbraucher bleiben die mitunter monatelangen Lieferfristen durch den bestehenden Auftragsstau, der sich seit März sukzessive aufgebaut hat. Angesichts des bevorstehenden Sommers sollte dieser Umstand jedoch kaum jemanden stören. Schnäppchenjägern sei bereits jetzt der Hochsommer für eine Bestellung empfohlen. Denn sollte es in Deutschland trotz Corona-Rezession bei der angekündigten Ökosteuer ab Januar 2021 bleiben, werden viele Verbraucher kurz vor dem Jahreswechsel noch einmal nachtanken, sodass im Herbst die nächste Bestellwelle zu erwarten ist. Heizöl, Benzin, Diesel und auch Erdgas sollen durch die von der Bundesregierung geplante CO2-Abgabe um ca. sieben Cent je Liter bzw. rund sechs Cent je Kubikmeter Erdgas teurer werden. - ok

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