Trump twittert - Ölpreis steigt

03.04.20 • 11:20 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise an den Börsen erlebten in der aktuellen Handelswoche erneut eine Achterbahnfahrt. Nach dem Test Jahrzehnte alter Langzeittiefs im Bereich von 20 Dollar je Barrel am Dienstag kostet Nordseeöl am Freitag nun wieder mehr als 30 Dollar je Barrel. Hintergrund des plötzlichen Kurssprungs beim Rohöl sind Verhandlungen über Förderkürzungen zwischen Saudi-Arabien und Russland. Heizölkunden sind von den Kursturbulenzen zunächst kaum betroffen, denn Gasöl (Heizöl/Diesel) zeigt sich weitgehend unbeeindruckt. Der Preis für das börsengehandelte Raffinerieprodukt verbleibt nach dem am Mittwoch markierten Langzeittief von 273 Dollar bei 290 Dollar je Tonne und damit deutlich unter der psychologisch wichtigen 300er-Marke. Die Heizölpreise in der DACH-Region führen weiterhin ein Eigenleben und bewegten sich im Wochenverlauf zumeist seitwärts.

Initiiert durch einen Trump-Tweet schossen die Ölpreise am gestrigen Nachmittag plötzlich in die Höhe. In einer seiner berühmt berüchtigten Verlautbarungen über den beliebten Kurznachrichtendienst verkündete der US-Präsident, dass er vom saudischen Kronprinzen über Gespräche mit Russland informiert wurde. Saudi-Arabien und Russland könnten sich demnach auf Förderkürzungen einigen. Trump erwartet, eine Größenordnung von zehn bis 15 Millionen Barrel. Auch wenn die tatsächliche Kürzung womöglich nur halb so hoch ausfällt ist das Gerücht durchaus belastbar. Im Marktkreisen machen am Freitag Meldungen die Runde, wonach es bereits am kommenden Montag eine Telefonkonferenz der sogenannten OPEC+ geben soll, auf der Förderkürzungen von sechs Millionen Barrel pro Tag diskutiert werden sollen. Die für viele Produzenten ruinösen Ölpreise dürften angebotsseitig womöglich bald ein Ende haben. Dies beseitigt allerdings nicht die nachfrageseitigen Herausforderungen im Umfeld der Corona-Krise.

Im Inland hat der Heizölmarkt weiter Hochkonjunktur. Problematisch für Preisbildung und Logistik bleibt die extrem hohe Nachfrage, die zum Start in den April erneut sprunghaft gestiegen ist. Speziell in Süddeutschland bleibt die Lage angespannt, den Großhandel, Logistik und regionaler Heizölhandel arbeiten seit Wochen an der Belastungsgrenze. Der Nachfragschub vom Donnerstag sorgt am Freitag für einen neuen regionalen Preisschub in den Ölheizungshochburgen zwischen Karlsruhe, Ingolstadt, Stuttgart und München. - ok

HeizOel24-Tipp: Welcher Händler bringt mein Heizöl? Werfen Sie vor der Bestellung einen Blick auf die Lieferantenprofile und beachten Sie neben den Kundenbewertungen auch die Lieferfristen der unterschiedlichen Anbieter. HeizOel24. 03.04.2020

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