Heizölpreis: Die Ruhe nach dem Sturm

06.01.20 • 13:16 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise ziehen unter dem Eindruck der Spannungen im Nahen Osten weiter an. Rohöl erreicht den höchsten Stand seit Mai 2019 und Brent Crude (Nordseeöl) notierte am Montagmorgen kurzzeitig über der Marke von 70 Dollar je Barrel. Mangels neuer Impulse zeigen sich die Kurse im Tageslauf jedoch leicht rückläufig, wovon auch Heizölkunden profitieren. Die Preise für Heizöl zeigen sich Vergleich zu Freitag konstant und steigen nicht weiter.

Die gezielte Tötung des iranischen Generals Soleimani durch eine US-Drohne am vergangenen Donnerstag hat die Börsen über das Wochenende hinaus weiter fest im Griff. Ölwerte und Gold steigen im Preis, die meisten andere Aktien gehen aufgrund der Unsicherheit und angespannten geopolitischen Lage auf Tauschstation. Der Verbale Schlagabtausch zwischen Teheran und Washington ist in vollem Gange und Warten auf eine mögliche militärische Gegenreaktion des Iran dauert an. Fest steht: Die meisten Ölpreisprognosen, die für 2020 von relativ konstanten und für das erste Quartal häufig sogar von rückläufigen Notierungen ausgingen, werden bereits zum Jahresstart gehörig durcheinandergeschüttelt. Wie es in Sachen Ölpreisentwicklung kurz- und mittelfristig weiter geht, wird im Wesentlichen von der Entwicklung in der Golf-Region abhängen. Andere Preisbildungsfaktoren spielen aktuell eine untergeordnete Rolle.

Auch auf dem heimischen Heizölmarkt sind die ruhigen Zeiten vorerst vorbei. Das Heizölgeschäft zeigt sich nach dem impulsarmen Dezember zu Beginn des neuen Jahres schlagartig belebt. Hauptgrund ist auch hier der Drohnenangriff, der die Nachfrage trotz steigender Preise und milder Außentemperaturen anspringen lässt. Der Markt ist weit entfernt von einer Kaufpanik, Vorsichtskäufe haben jedoch seit dem Wochenende Konjunktur und werden den Heizölhandel vor einem Fehlstart ins Jahr 2020 bewahren. Dass die Vergleichswerte aus dem äußerst umsatzstarken Januar 2019 erreicht werden, ist denn och fraglich. Durch den Preisverfall zum Jahreswechsel 2018/2019 herrschte vor einem Jahr besonders bei Kunden in Süddeutschland ein regelrechter Heizöl-Run, der die aktuellen Absatzzahlen vergleichsweise gering aussehen lässt. So lieferte der Dezember 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang der Internet-Bestellung von ca. 45%. Im Gesamtjahr 2019 konnte der Online-Heizölhandel dagegen mit einem Absatzplus von 25-30% aufwarten und auch offline zogen die Umsätze der Heizölhändler an. - ok

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Montag
06.01.2020
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