Kaufen oder warten?

Heizölpreis gibt nach - Abbau der regionalen Differenzen?

Die Heizölpreise geben am Freitag infolge fallender Ölpreise am Weltmarkt und gleichzeitiger Wechselkursgewinnen von Euro und Franken deutlich nach. Verbraucher können mit durchschnittlich 0,8 Cent bzw. Rappen weniger je Liter Heizöl rechnen als am Donnerstag. In Süddeutschland werden teils sogar Abschläge von bis zu 1,2 Cent erreicht, da zusätzlich zu den Weltmarktvorgaben auch regionale Preiskomponenten abgebaut werden.

Die Ölpreise an den internationalen Rohstoffbörsen in New York und London zogen sich gestern infolge des neuesten Monatsberichts der Internationalen Energieagentur (IEA) zurück. Anders als die US-Energiebehörde EIA in ihrem Bericht vom Dienstag sieht die IEA das Nachfragewachstum im kommenden Jahr weniger ausgeprägt und verweist diesbezüglich auf Konjunkturrisiken in den Schwellenländern. Gleichzeitig sieht die IEA einen starken Anstieg der OPEC-Förderung im August.

Hurrikan Florence hat unterdessen die US-Amerikanische Atlantikküste erreicht und wird nach einer neuerliche Herabstufung auf die Kategorie 1 nicht mehr als unmittelbare Bedrohung für die Ölindustrie gesehen. Auch hieraus ergeben sich kleinere Abschläge im Ölpreis. Europäische Verbraucher profitieren am Freitag schlussendlich auch noch von Aussagen der EZB, die ihr riesiges Anleihenkaufprogramm zum Jahresende eistellen will. Auch wenn Zinserhöhungen weiterhin kein Thema sind, so macht der Euro dennoch einen kleinen Freudensprung uns steigt im Wert gegenüber dem US-Dollar. Ölimporte in den Euroraum werden dadurch billiger.

Mit Blick auf den heimischen Heizölmarkt lässt sich sagen, dass die Nachfrage bei leicht rückläufiger Tendenz im Wochenverlauf im Bereich des üblichen September-Niveaus liegt. Auch wenn der Bedarf in diesem Herbst deutlich höher einzuschätzen ist als im Vorjahr, läuft die Bevorratung mit angezogener Handbremse.

In Deutschland gibt es weiterhin große regionale Preisdifferenzen und viele hoffen auf eine rasche Normalisierung noch vor der Heizperiode. Die Heizölpreise im Raum Hamburg sind die Niedrigsten und liegen mit 71,5 Cent je Liter Heizöl knapp sechs Prozent unter dem deutschlandweiten Durchschnitt von aktuell 75,8 Cent. In Bayern ist das Preisniveau für Heizöl derzeit am höchsten und liegt mit 82,7 Cent in Nürnberg bzw. 82,4 Cent in München ca. neun Prozent über dem Deutschland-Durchschnitt. Die aktuelle Grenze zwischen über- und unterdurchschnittlichen Heizölpreisen in Deutschland verläuft in etwa entlang des Weißwurstäquators, wenn man diesen entlang der Main-Linie verortet. Einen Ausreißer im Norden bildet der Raum Leipzig. Dadurch, dass viele bayrische Händler nach Leuna ausweichen, um Raffinerieprodukte abzuholen, die weiter südlich infolge des Raffineriebrands in Vohburg knapp sind, ist das Heizölpreisniveau auch hier leicht erhöht. - ok

HeizOel24-Tipp: Der Weltmarkt signalisiert etwas Luft nach unten und auch ein zaghafter Abbau der Knappheitsprämien in Süddeutschland deutet sich an. Die neue Woche könnte spannend werden in Sachen Heizölpreis. Verfolgen sie das Marktgeschehen bei HeizOel24. - 14.09.2018

Börsendaten:
  Freitag 14.09.2018 - 12:23 Uhr Schluss Vortag 13.09.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
78,23 $
pro Barrel
78,44 $
pro Barrel
-0,27%
Gasöl 683,75 $
pro Tonne
686,75 $
pro Tonne
-0,44%
Euro/Dollar 1,1697 $ 1,1689 $ +0,07%
(konstant)
USD/CHF 0,9644 CHF 0,9656 CHF -0,12%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 14.09.2018 - 12:23 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 75,53 € 76,66 € -1,47%
Österreich 83,04 € 83,88 € -1,00%
Schweiz 98,28 CHF 99,03 CHF -0,76%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
leicht steigend leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

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