Heizöl teurer: EZB druckt Geld - Euro bricht ein

23.01.15 • 10:14 Uhr • HeizOel24 News

Die Inlandspreise für Heizöl steigen heute deutlich um über eine Cent je Liter. Schuld ist ein Doppeleffekt aus Währungsverlusten und steigendem Ölpreis. Schweizer Kunden sind neuerlich weniger stark betroffen.

Nun also doch. Die EZB „druckt“ in ganz großem Stil Geld. Das gestern von Notenbankchef Draghi verkündete Anleihenkaufprogramm fällt fast doppelt so groß aus, wie am Vortag erwartet. Bis September 2016 will die Zentralbank monatlich Papiere im Wert von 60 Mrd. Euro ankaufen, was einer Gesamtsumme von gut 1,1 Billionen Euro entspricht. Die typische Marktreaktion folgte prompt. Die Aktienkurse an der Frankfurter Börse freuten sich über den Geldsegen und machten einen Satz nach oben. Der Euro wurde übel zugerichtet und verlor weitere zwei Prozent auf den US-Dollar. Der aktuelle Kurs von 1,128 Dollar je Euro bedeutet den tiefsten Stand seit 12 Jahren. Der Wertverfall hat sich drastisch beschleunigt. Im Vergleich zum Sommer letzten Jahres wertete die Gemeinschaftswährung mehr als 20 % gegenüber dem Dollar ab. USA-Reisende aber auch importabhängige Unternehmen, Autofahrer und Heizölkunden bekommen dies zu spüren. Letztere haben durch den ungleich stärkeren Ölpreisverlust natürlich dennoch eine Ersparnis, denn im gleichen Zeitraum ist Öl auf Dollarbasis über 50 % billiger geworden. Ohne die waghalsigen Manöver der EZB, die besonders den angeschlagenen Südstaaten der Euro-Zone zugutekommen, wäre Öl allerdings nochmal deutlich günstiger. Wie das Preisniveau bei stabilem Euro aussehen könnte verrät ein Blick in die Schweiz. Hier können Kunden fast 40 % billiger Heizöl tanken, als vor einem halben Jahr. In Deutschland und Österreich sind es immerhin 30 % - ok

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 49,90 $, Gasöl ca. 480 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 1,2 € / 100 l gegenüber gestern Vormittag. Schweiz: + 1,00 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,128 (Euro deutlich leichter)
US Dollar/Franken: ca. 0,870 (Franken leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis weiter unter Druck
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise im Abwärtstrend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Die EZB hat gesprochen und der Euro rutscht ab. Auch Öl hat sich heute verteuert. Die Heizölpreise steigen entsprechend deutlich! Kunden mit Ölbedarf sollten nun genau hinschauen, ob aus dem Preisanstieg ein neuer Trend wird, oder ob die Notierungen schnell wieder den Rückwärtsgang einlegen.www.heizoel24.de - 23.01.2015

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