Konjunkturklatsche aus den USA - Heizölpreise fallen ungebremst weiter!

16.10.14 • 10:04 Uhr • HeizOel24 News

Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz fallen weiterhin rasant! Gestern brachen zunächst die Ölpreise weiter ein, ehe am Nachmittag der Dollar absackte. Der unerwartete Höhenflug von Euro und Franken entlastet die Inlandspreise zusätzlich.

Auslöser für die neuerlich schwache Börsenentwicklung waren gestern weltweite Konjunktursorgen, die am Nachmittag durch Zahlen aus den USA – die aktuell als die letzte Konjunkturoase gelten – neue Nahrung erhielten. Empire State Index und Einzelhandelsumsätze enttäuschten die Erwartungen derart, dass Aktienmärkte einbrachen und der Euro gegenüber dem Dollar binnen Minuten nach oben katapultiert wurde. Beim Öl ist zusätzlich ein Kampf um Marktanteile unter den Förderländern entbrannt. Übliche Mechanismen zur Preisstabilisierung, wie z.B. Förderquotensenkungen der OPEC greifen aktuell nicht. Im Gegenteil: Nach Saudi Arabien, dem Iran und dem Irak hat nun auch Kuwait Preissenkungen für seine November-Lieferungen nach Asien angekündigt. Ebenfalls klar preisdrückend waren gestern die API-Lagerbestandsdaten aus den USA, die von einem neuerlichen Rohölbestandsaufbau kündeten. Die wöchentlichen Lagerbestandszahlen des DOE werden feiertagsbedingt erst heute Nachmittag – also einen Tag später als üblich - gemeldet.

Der Blick auf die heimischen Heizölpreise macht unterdessen richtig Spaß. Im Landesdurchschnitt kostet eine 3000-Liter-Partie Heizöl heute 71 Cent je Liter in Deutschland, 83 Cent je Liter in Österreich und 91 Rappen je Liter in der Schweiz. Dies entspricht dem tiefsten Stand seit über drei Jahren. In einigen Regionen Deutschlands ist besonders bei größeren Abnahmemengen sogar bereits die 70-Cent Marke gefallen. So billig war Heizöl seit Ende 2010 nicht mehr. Das erste Etappenziel ist damit erreicht, wobei die Abwärtsdynamik ungeahnte Ausmaße angenommen hat. Das an dieser Stelle ausgegebene Mittelfrist-Ziel von Heizölpreisen unter 70 Cent je Liter ist nach nur einer Woche Realität. So angenehm kann Ein Blick auf die Heizkosten sein! Zumal der diesjährige Oktober einer der wärmstem seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden dürfte, was zusätzlich Heizkosten spart.

Der Ausblick auf die Heizölpreisentwicklung ist bis auf weiteres positiv. Der Preisrutsch hat eine derartige Eigendynamik angenommen, dass nun auch eine Übertreibung nach unten vorstellbar ist. Wie weit diese trägt sollte engmaschig beobachtet werden. Auch die Nachfrageentwicklung auf dem deutschen Heizölmarkt lässt darauf schließen dass der Ausverkauf noch bevor steht! Die Zahl der Heizölbestellungen ist seit Wochen konstant hoch, was auf die günstige Preisentwicklung, aber auch auf die Jahreszeit zurückzuführen ist. Eine Nachfragespitze ist jedoch noch nicht auszumachen. Durch die extrem hohe Zahl von vielen zehntausend Seitenbesuchern ist der Onlinemarkt für Heizöl inzwischen ein veritabler Indikator für Tiefpreise geworden. Vielfach kann man im Nachfragediagramm erkennen, dass die Zahl der Heizölkäufe unmittelbar beim Trendwechsel von fallenden zu steigenden Preisen in die Höhe schießt. Kunden können diese „Intelligenz der Masse“ aktiv in ihre Kaufentscheidung einbeziehen. - ok

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 83,50 $, Gasöl ca. 723 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 1,00 € / 100 l gegenüber gestern Vormittag. Schweiz: - 1,00 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,280 (Euro deulich fester)
US Dollar/Franken: ca. 0,940 (Franken deultich fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Der Onlinehandel verschafft Kunden neue Einblicke in das aktuelle Geschehen am Heizölmarkt. Neben der Preisprognose sollten Kunden auf die Nachfrageentwicklung achten, um günstiger einzukaufen! Ein starker Anstieg der Heizölkäufe deutet häufig auf das Ende eines Abwärtstrends hin. www.heizoel24.de - 16.10.2014

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