Heizöl: Neue Heizung spart am meisten

Die Börsennotierungen für Gasöl treten auf der Stelle. Das Euro/Dollar-Verhältnis zeigt sich ebenfalls konstant. Entsprechend unverändert sind auch die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Donnerstag gestartet.

Nach einem starken Heizöljahr, das von einem deutlichen Absatzplus geprägt war, lässt es der Dezember nun ruhig angehen. Aufgrund des kalten, langen Winters und der über weite Strecken attraktiven Preise wurden in den ersten drei Quartalen 2013 rund 15 % mehr Heizöl abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Oktober war ebenfalls ein starker Monat. Erst ab November ging die Heizölnachfrage der Verbraucher Schrittweise zurück. Der schwache Jahresschluss wir den Gesamttrend kaum mehr drücken, so dass sich hinsichtlich des Heizölabsatzes bereits jetzt ein Jahresplus von 10 - 15 % abzeichnet. Der deutsche Gesamtabsatz wird bei gut 20 Mio. Tonnen Heizöl liegen. Dies ist der höchste Jahreswert seit 2010.

An den Absatzzahlen lässt sich neben der Wetterentwicklung das Verbraucherverhalten ablesen: Heizöl wird gekauft, wenn es billig ist! Die Heizölbestellung lässt sich natürlich nicht gänzlich vermeiden, denn die Heizung benötigt Öl. Variieren lässt sich allerdings die Menge. Insbesondere wer einen großen Tank hat, kann wählen, wie viel Heizöl er bestellt. So ist es kaum verwunderlich, dass das Billig-Jahr 2008, in dem die Bankenkrise den Ölpreis abstürzen ließ, unangefochtener Spitzenreiter der letzten Jahre ist. Hier wurden in Deutschland fast 24 Mio. Tonnen Heizöl verkauft. 2007 waren es nur gut 17 Mio. Tonnen.

Insgesamt sind die umgesetzten Heizöl-Mengen deutlich geringer als früher. Bedingt durch den Trend zu sparsameren Heizungen und einen leicht abnehmenden Bestand an Ölheizungen sinkt der Heizölverbrauch - und das ist gut so! Eine neue Heizung spart zwischen 10 und 30 % Brennstoff. Öl-Brennwerttechnik ist das Schlüsselwort. Die neueste Generation Heizungsanlagen nutzt die im Abgas vorhandene Restwärme, die früher durch den Schornstein abgegeben wurde. Rund 97 % der im Heizöl enthaltenen Energie (10 kWh pro Liter) könne so in Raumwärme umgewandelt werden. Die ab 1980 verbreitete Niedertemperaturtechnik schaffte anfangs rund 75 % und später 91 % Wirkungsgrad. Noch schlechter schneiden bei der Energieausbeute Ölheizungen der ersten Generation ab. Eine Altanlage von 1970 beispielsweise hat bis zu 40 % der Energie ungenutzt verschenkt. Entsprechend der prozentualen Differenz zwischen eingebauter Heizung und Ölbrennwerttechnik können Kunden überschlägig ermitteln, wie groß das Einsparpotential durch eine neue Ölheizung ist. Die Modernisierung lohnt sich bereits ab 15 %. D.h. alle Heizungen, die älter als 15-20 Jahre sind gehören auf den Prüfstand. - ok

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 119,70 $, Gasöl ca. 933 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,10 € / 100 l gegenüber gestern Vormittag. Schweiz: - 0,10 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,378 (etwas fester)
Franken/US Dollar: ca. 1,126 (etwas fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht abwärts
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Heizungsmodernisierung lohnt sich! Mit Öl-Brennwerttechnik bis zu 30 Prozent Heizöl sparen. Wie genau die Technik funktioniert, erklärt eine anschauliche Animation auf oelheizung.info  www.heizoel24.de - 12.12.2013

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