Ölpreise ziehen kräftig an

29.04.26 • 11:04 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Rohölpreise haben am Dienstag zugelegt und ziehen heute kräftig weiter an. Auch Gasoil dreht nach dem gestrigen Rückgang wieder deutlich ins Plus. Trumps Aussagen über den Iran und Berichte über eine geplante Verlängerung der Blockade treiben die Notierungen an. Zudem verabschieden sich die VAE aus der OPEC. Mit den festeren Vorgaben drehen auch die Heizölpreise leicht nach oben und bleiben im DACH-Raum vorerst stabil.

Der Dienstag brachte dem Ölmarkt zunächst Rückenwind. Die Notierungen kletterten auf neue Mehrwochenhochs, bevor eine Meldung aus Peking die Stimmung drehte. China hatte seinen Treibstoffexport in den vergangenen Wochen gestoppt, um die eigene Versorgung zu sichern. Die Ankündigung, diese Exporte nun wieder aufzunehmen, belastete die Mitteldestillate und zog die Gasölpreise nach unten. Zum Handelsschluss beendeten Brent und WTI den Tag mit leichten Gewinnen und knüpfen auch am Mittwoch an diese an.

Was den Markt heute zusätzlich in Bewegung hält, kam aus Washington. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, der Iran befinde sich in einem Zustand des Zusammenbruchs und wolle die Straße von Hormus so schnell wie möglich geöffnet sehen. Gleichzeitig berichtete das Wall Street Journal, das Weiße Haus lasse intern Vorbereitungen für eine deutlich längere Blockade iranischer Häfen treffen. Analysten halten einen tatsächlichen Kollaps jedoch für unwahrscheinlich. Rund 130 Millionen Barrel iranisches Rohöl lagern auf Tankern außerhalb der Meerenge, genug um Chinas Importbedarf für etwa zweieinhalb Monate zu decken. Washington zieht derweil die Sanktionsschraube weiter an und weitet Maßnahmen auf das iranische Schattenbankensystem und die sogenannten Teekannen-Raffinerien in China aus, kleine unabhängige Anlagen, über die der Großteil der iranischen Ölexporte läuft.

Dann kam der eigentliche Paukenschlag des Tages. Die Vereinigten Arabischen Emirate kündigten nach mehr als fünfzig Jahren ihren Austritt aus der OPEC an. Das Ölkartell, das seit Jahrzehnten die Fördermengen seiner Mitglieder koordiniert, verliert damit einen seiner größten Produzenten. Die Kurse schlugen kurz heftig aus, beruhigten sich aber rasch wieder. Mittelfristig könnte das globale Ölangebot steigen, da die VAE künftig ohne Quotenbindung fördern können. Kurzfristig ändert sich wenig, solange die Meerenge blockiert bleibt.

Laut dem Iran International sind im iranischen Parlament unterdessen ungewöhnlich offen Spannungen zutage getreten. Mehrere Abgeordnete verweigerten ihre Unterstützung für das Verhandlungsteam unter Parlamentspräsident Ghalibaf. Sein langjähriger Rivale Jalili, ehemaliger Chefunterhändler in früheren Atomgesprächen, warf dem Team öffentlich vor, rote Linien des neuen Revolutionsführers verletzt zu haben.

Die Heizölpreise im DACH-Raum zeigen sich weiterhin stabil. In Deutschland liegt der Durchschnittspreis bei rund 1,33 Euro je Liter, in Österreich bei etwa 1,63 Euro je Liter, in der Schweiz bei rund 1,35 Schweizer Franken je Liter. Nach Wochen extremer Ausschläge ist das eine kleine Atempause, da die Bewegungen wesentlich entschleunigter sind.

HeizOel24-Tipp: Die Preise bleiben auf hohem Niveau. Wer jetzt trotzdem bestellen muss, hat zumindest die Möglichkeit, das Öl in Teilbeträgen zu kaufen. Nutzen Sie dafür den Ratenkauf bei der Bestellung. HeizOel24

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