Ölpreise steigen vor Ultimatum-Ablauf

07.04.26 • 09:39 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise legen in der neuen Handelswoche weiter zu und knüpfen damit an die festen Vorgaben nach dem verlängerten Osterwochenende an. Hintergrund ist die festgefahrene Lage rund um die Straße von Hormus sowie die heute auslaufende Frist der US-Regierung gegenüber dem Iran. Für Heizölkunden bedeutet das: Die Aufwärtsbewegung setzt sich fort und sorgt erneut für steigende Inlandspreise.

Die Nordseesorte Brent und die amerikanische Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) legen am Morgen erneut zu. Brent notiert oberhalb von 111 US-Dollar je Barrel, während WTI mit deutlicherem Aufschlag über 115 US-Dollar steigt. Die Notierungen reagieren damit auf die verschärfte politische Lage und die zunehmende Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Persischen Golf.

Zum Handelsstart nach dem verlängerten Wochenende zeigen sich die Notierungen deutlich fester. Die Impulse kommen aus der zugespitzten politischen Lage rund um die Straße von Hormus. Neue Drohungen aus Washington und die anhaltende Blockade der wichtigen Schifffahrtsroute sorgen für Aufwärtsdruck, noch bevor sich im Tagesverlauf eine klare Handelsrichtung ausbilden kann.

Im Zentrum steht das Ultimatum der US-Regierung. Präsident Donald Trump fordert die Öffnung der Straße von Hormus bis zum heutigen Abend und droht andernfalls mit Angriffen auf zentrale Infrastruktur wie Energieanlagen und Kraftwerke. Die Wortwahl hat sich zuletzt deutlich verschärft, was die Nervosität an den Märkten weiter erhöht.

Der Iran weist die Forderungen zurück und lehnt einen kurzfristigen Waffenstillstand ab. Stattdessen knüpft Teheran eine Lösung an ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen und betont gleichzeitig die eigene militärische Handlungsfähigkeit. Auch gegenüber Europa werden warnende Töne laut, sich nicht in den Konflikt einzumischen.

Die Folgen für den Ölmarkt sind bereits sichtbar. Die Transportwege durch die Straße von Hormus bleiben eingeschränkt, wodurch weniger Rohöl den Weltmarkt erreicht. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass mögliche Angriffe auf Energieinfrastruktur die Produktion über einen längeren Zeitraum beeinträchtigen könnten.

Andere Faktoren treten in den Hintergrund. Die von der OPEC+ angekündigte Ausweitung der Fördermengen hat aktuell kaum Einfluss auf die Preise, da zusätzliche Mengen nur begrenzt exportiert werden können. Gleichzeitig verschieben sich Handelsströme. Raffinerien in Europa und Asien greifen verstärkt auf US-Öl zurück, was die Nachfrage nach WTI erhöht und zu ungewöhnlichen Preisverhältnissen führt.

Am Produktmarkt zeigt sich die Entwicklung besonders deutlich. Die Preise für Gasöl, die maßgeblich für die Heizölpreise in Europa sind, ziehen weiter an und nähern sich dem Langzeithoch aus dem Jahr 2022. Damit verstärkt sich der Aufwärtsdruck auf die Inlandspreise zusätzlich.

Und das zeigt sich bereits am Morgen. Die Heizölpreise im DACH-Raum ziehen im Durchschnitt drei Cent bzw. Rappen je Liter an. Heizöl kostet im deutschen Bundesdurchschnitt aktuell rund 1,57 Euro je Liter und markiert damit ein neues Hoch im laufenden Iran-Krieg. Im Unterschied zu ruhigeren Marktphasen verlaufen die Anpassungen derzeit deutlich schneller und Preisbewegungen werden nahezu unmittelbar weitergegeben, wodurch sich das Niveau innerhalb kurzer Zeit verschiebt.

In Österreich zeigt sich ein weitaus düsteres Bild. Dort klettern die Heizölpreise auf knapp 1,91 Euro je Liter und damit auf das absolute Langzeithoch. Mit dem jüngsten Teuerungsschub ist Heizöl sogar teurer als zu Beginn des Russland-Ukraine-Krieges. Ganz anderes bewegen sich die Heizölpreise in der Schweiz. Diese kommen deutlich schlanker aus dem langen Osterwochenende und liegen am Vormittag bei 1,58 Franken je Liter, das sind sechs Rappen weniger als noch in der Vorwoche.

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