API-Daten schicken Ölpreise südwärts

01.04.26 • 10:56 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise haben am Dienstag spürbar nachgegeben und die vorherige Aufwärtsbewegung korrigiert. Auslöser waren vor allem überraschend hohe Lageraufbauten in den USA, während die Angriffe im Persischen Golf weitergingen. Für Verbraucher wird Heizöl heute günstiger und gibt im Schnitt um rund drei Cent je Liter nach.

Der Handel begann zunächst stabil. Die Nordseesorte Brent bewegte sich am Vormittag weiter in der Nähe der Hochs der Vortage, gestützt von der angespannten Lage im Persischen Golf. Mit Veröffentlichung der US-Lagerdaten drehte die Bewegung jedoch. Sowohl Brent als auch die amerikanische Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) gerieten am Nachmittag unter Druck und gaben bis zum Abend spürbar nach. Auch ICE Gasöl folgte dieser Entwicklung und verlor deutlich.

Das American Petroleum Institute (API) meldete gestern einen kräftigen Aufbau der Rohölvorräte in den USA, insgesamt ein Plus von mehr als zehn Millionen Barrel und damit ein Vielfaches der Erwartungen. In einem Markt, der zuvor stark von Angebotsrisiken geprägt war, wirkte diese Zahl unmittelbar. Die Annahme einer kurzfristig besseren Versorgungslage setzte Verkaufsdruck frei und drehte die Preise deutlich nach unten.

Die geopolitische Lage blieb angespannt, verlor im Tagesverlauf jedoch an Einfluss auf die Preise. Zwar hatte der Angriff auf einen Öltanker im Persischen Golf den Markt im frühen Handel noch gestützt, doch mit den US-Lagerdaten rückte dieses Risiko in den Hintergrund. Gleichzeitig verschärft sich die politische Tonlage. Die Vereinigten Arabischen Emirate bereiten sich darauf vor, die Straße von Hormus gemeinsam mit Partnern abzusichern, während der Iran klar macht, dass die Meerenge für Unterstützer der USA und Israels weiterhin blockiert bleiben soll und warnt Europa ausdrücklich vor einer Einmischung. Damit bleibt die zentrale Ölroute ein politisches Druckmittel, auch wenn diese Entwicklungen am Dienstag keinen neuen Preisschub ausgelöst haben.

Von der Angebotsseite kam zusätzlicher, wenn auch untergeordneter Druck. In Libyen wurde die Produktion wichtiger Ölfelder wieder vollständig aufgenommen. Die zusätzlichen Mengen trafen zeitlich auf die US-Daten und verstärkten die Abwärtsbewegung. Am Produktmarkt zeigte sich die Reaktion besonders deutlich. ICE Gasöl, als zentrale Referenz für Heizölpreise in Europa, gab spürbar nach und setzte damit die Richtung für die Inlandspreise.

Nun richtet sich der Blick auf die offiziellen Zahlen des U.S. Department of Energy. Bestätigt sich der starke Lageraufbau, dürfte der Preisdruck zunächst bestehen bleiben, auch wenn die geopolitische Lage jederzeit neue Impulse liefert.

Heizöl ist heute günstiger als noch am Vortag. Im deutschen Bundesdurchschnitt zahlen Verbraucher rund 1,40 Euro je Liter, das entspricht einem Rückgang von etwa 3 bis 5 Cent pro Liter. Die Preisnachlässe zeigen sich nahezu flächendeckend. In vielen Bundesländern geben die Preise um mehrere Cent je Liter nach. Besonders deutlich fällt der Rückgang aktuell im Norden und Osten aus, etwa in Bremen, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern. Im Süden ist die Bewegung ebenfalls sichtbar, fällt aber etwas moderater aus.

Auch im restlichen DACH-Raum geht es nach unten. In Österreich sinken die Preise leicht, vor allem in Wien und dem Burgenland. In der Schweiz fällt die Bewegung stärker aus. Dort geben die Preise in vielen Regionen um bis zu sechs Rappen pro Liter nach.

Für Verbraucher bringt das mehr Luft. Nach den kräftigen Preisanstiegen im März bewegt sich der Markt vor dem Osterwochenende in die andere Richtung. Das Niveau bleibt insgesamt erhöht, doch im Vergleich zur Vorwoche kehrt mit der jüngsten Entwicklung wieder etwas Hoffnung zurück. Für Verbraucher entsteht daraus eine typische Abwägungssituation. Wer kurzfristig bestellen muss, findet aktuell bessere Bedingungen als zuletzt. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, den Bedarf aufzuteilen. Eine Teilbestellung sichert das aktuelle Preisniveau, während ein Rest flexibel zu einem späteren Zeitpunkt nachgekauft werden kann.

HeizOel24-Tipp: Die Abwärtsbewegung bei den Heizölpreisen lässt nun wieder mehr Spekulationsraum zu. Hier lohnt sich, ein Preisalarm zu setzen. Sie legen den Preis fest, zu dem Sie kaufen möchten, und werden automatisch informiert, sobald Ihr Wunschwert erreicht wird. HeizOel24

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