Heizölpreise gehen teurer ins Wochenende

27.02.26 • 11:06 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran in Genf haben gestern keinen Durchbruch gebracht, sollen aber fortgeführt werden. Der Rohölmarkt erlebte einen der volatilsten Tage der Woche, die Preise schossen zeitweise auf neue Langzeithochs, bevor es zu Gewinnmitnahmen kam. Die Heizölpreise ließen sich von der Abwärtsbewegung anstecken, drehen aber in Deutschland und Österreich am Morgen erneut nach oben. In der Schweiz können sich die Abschläge durchsetzen.

Der gestrige Donnerstag war einer der turbulentesten Tage dieser Woche. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben keinen Durchbruch gebracht, aber auch keine Eskalation ausgelöst. Der iranische Außenminister sprach von der „besten und ernsthaftesten Runde" und kündigte neue Gespräche für kommenden Montag in Wien an. Die USA hielten sich mit Statements bedeckt. Vizepräsident Vance ließ jedoch durchblicken, dass sowohl eine diplomatische Lösung als auch begrenzte Militärschläge weiterhin auf dem Tisch liegen.

Dass der Markt das gestern nicht kalt ließ, war deutlich zu spüren. Die Rohölpreise machten am Nachmittag eine regelrechte Achterbahnfahrt. Auf die positiven Gesprächssignale reagierten Anleger mit Skepsis, die die Rohölpreise auf neue Langzeithochs schickte, bevor massive Gewinnmitnahmen folgten. ICE Gasöl schloss bei 752,00 US-Dollar, ein Plus von 22,75 US-Dollar zum Vortag. Heute Morgen notieren die Nordseesorte Brent bei 71,16 US-Dollar je Barrel, die amerikanische Ölsorte WTI bei 65,69 US-Dollar. Und damit leicht fester.

Am Wochenende richtet sich der Blick auf die OPEC+, die am Sonntag über ihre Produktionsstrategie für April entscheidet. Aus Insiderkreisen war zuletzt zu hören, dass eine schrittweise Fördererhöhung um rund 137.000 Barrel täglich beschlossen werden dürfte. Ob das in der aktuellen Lage spürbare Wirkung auf die Preise hat, bleibt abzuwarten.

Die Heizölpreise sind heute Morgen in Deutschland gegenüber dem Vortag gestiegen. Der flüssige Brennstoff kostet im bundesweiten Mittel derzeit 97,3 Cent pro Liter, und damit etwa 0,8 Cent mehr als am Donnerstag. Seit Mitte Februar haben die Heizölpreise spürbar angezogen und sind rund fünf Cent teurer geworden. Mit dem nahenden Frühjahr dürfte zumindest der Verbrauch etwas sinken, sodass mit kleineren Mengen überbrückt werden kann.

In Österreich liegt der Heizölpreis heute bei 1,11 Euro pro Liter, marginal mehr als noch gestern. Die Preise haben sich seit Wochenbeginn in enger Spanne halten können und gehen mit 0,4 Cent je Liter mehr nur leicht teurer ins Wochenende. Mit mehr Dynamik zeigt sich der Chart in der Schweiz. Gestartet sind die Heizölpreise mit knapp 97 Rappen je Liter, konnten zur Wochenmitte fast zwei Rappen abwerfen und beenden mit gut 96 Rappen kompromissbereit die Woche.

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