Heizölpreise knicken nach Börsenrutsch kräftig ein

21.11.25 • 11:32 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise stehen am Freitag klar unter Druck. Brent, WTI und vor allem Gasöl setzen ihre Abwärtsbewegung fort und ziehen die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz spürbar nach unten, nachdem diese gestern in enger Spanne verschnauft haben. Am Vormittag rutschen die Preise für Heizöl zwischen zwei und drei Cent bzw. Rappen nach unten und wecken in der eher schläfrigen Nachfrage neue Lebensgeister.

Am Freitagmorgen zeigen die Ölbörsen ein eindeutiges Bild: Rückzug auf ganzer Linie. Die Nordseesorte Brent fällt auf 62,63 US-Dollar je Barrel (-0,76 %), die amerikanische Ölsorte WTI notiert bei 58,16 US-Dollar (-1,66 %) und Gasöl bricht mit -1,25 % besonders deutlich ein. Hier liegt der Preis pro Tonne bei 729 US-Dollar.

Der Markt reagiert damit unmittelbar auf die neuen diplomatischen Signale im Ukraine-Konflikt. Die Aussicht auf einen möglichen Friedensplan, über den Washington, Moskau und inzwischen auch Kiew sprechen, nimmt einen großen Teil der zuletzt eingepreisten Risikoprämie wieder aus den Preisen heraus. Ein Ende oder auch nur eine Entspannung des Krieges würde mehr russisches Öl am Markt bedeuten. Hinzu kommt die schwache charttechnische Ausgangslage. Die Mitteldestillate, die die Rallye der letzten Tage angeführt hatten, lagen klar im überkauften Bereich. Jetzt greift, was die Börsen seit Tagen vor sich herschieben: eine technische Korrektur, die durch die abnehmende politische Spannung zusätzlich verstärkt wird.

Der kräftige Rücksetzer beim Gasölpreis kommt heute voll im Inland an. Nachdem an den vergangenen Tagen der Gasölpreis endlich nach unten drehte, zögerten die Heizölpreise noch beim Richtungswechsel. Zumal auch der schwächere Euro/US-Dollar-Kurs das Abwärtspotenzial ausbremste. Zum Wochenausklang fällt der bundesweite Durchschnittspreis in Deutschland zurück auf 95,9 Cent je Liter und hat damit die Teuerungskurve der Woche fast komplett wieder wett gemacht. Verbraucher bekommen damit wieder viel Spekulationsfreiraum über die Fortsetzung der Abwärtsbewegung. Zudem sind auch die durchschnittlichen Lieferfristen mit drei bis vier Wochen deutlich gesunken.

Auch in Österreich zeigt die Tendenz im Chart nach unten. Zwar sind die gut zwei Cent Differenz zum Preis vom Wochenanfang noch nicht überwunden, doch die Richtung stimmt. In der Schweiz ziehen die Heizölpreise ebenfalls südwärts und das nicht zu knapp. Dort sind sogar Preisabschläge von 3,5 Rappen je Liter drin. Die Ein-Franken-Marke ist damit zurückgelassen worden und Heizöl kostet im kantonweiten Mittel aktuell 99,6 Rappen pro Liter.

HeizOel24-Tipp: Wer seinen Tank in den letzten Tagen nicht füllen wollte, weil der Preis zu hoch ist, bekommt heute eine Gelegenheit. Sollten Sie unsicher sein, wie viel im Tank ist, kann meX helfen. Der digitale Füllstandsmesser bringt den aktuellen Stand direkt aufs Smartphone. HeizOel24

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