Öl- und Heizölpreise zum Wochenstart schwächer

17.11.25 • 09:57 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten leichter in die neue Handelswoche. Nachdem Russland die Verladungen im Schwarzmeerhafen Noworossijsk wieder aufgenommen hat, sind die Risikoaufschläge vom Freitag nun passé. Heizöl beginnt die Woche ebenfalls mit leichter Entlastung und kann mit durchschnittlichen Abschlägen von 0,4 Cent bzw. Rappen je Liter punkten.

Der Freitag hatte erneut gezeigt, wie nervös die Ölmärkte aktuell reagieren. Ein ukrainischer Drohnenangriff auf den russischen Hafen Noworossijsk trieb die Rohölpreise abrupt nach oben. Der Hafen zählt zu den wichtigsten russischen Exportdrehkreuzen, entsprechend schnell war die Angst vor Lieferengpässen wieder im Markt. Am Wochenende folgte dann die Nachricht, dass die Verladungen in Noworossijsk wieder laufen.

Doch die Anfangsrallye hielt nicht lange. Schwächere Produktionsdaten aus China, ein erneut bearisher Monatsbericht der IEA sowie die deutlichen Rohölaufbauten des US-Energieministeriums nahmen den Ölbullen rasch den Schwung. Am Markt dominierten wieder Gewinnmitnahmen, und Brent wie WTI prallten mehrfach an ihren Widerständen ab. Gasöl hielt sich zwar zeitweise stabiler, verlor aber am Nachmittag ebenfalls an Höhe.

Für zusätzliche Unsicherheit sorgte die Meldung, dass der Iran die „Talara“, ein auf die Marshall Inseln registrierter Öltanker, in der Nähe der Straße von Hormus beschlagnahmt hat. Die Nachricht erzeugte kurzzeitig neuen Aufwärtsdruck, änderte aber nichts an der Grundstimmung des Tages. Die Marktteilnehmer blieben vorsichtig und nutzten jeden Preissprung zum Ausstieg. Zum Wochenauftakt notiert die Nordseesorte Brent bei 63,90 US-Dollar (- 0,6 %) je Barrel, die amerikanische Ölsorte WTI bei 59,53 US-Dollar (- 0,7 %).

Heizölkunden können heute vorerst durchatmen. Nachdem die Inlandspreise am Freitag noch einmal zugelegt hatten, zeigen die heutigen Indikationen erstmals wieder nach unten. Die schwächeren Öl- und Produktpreise sowie der insgesamt stärkere Euro wirken dämpfend. Regional bleibt das Bild gemischt. Während in Teilen Niedersachsens und Hessens Heizölpreise zwischen 97-98 Cent je Liter zu Buche schlagen, bleibt es vor allem in Nordrhein-Westfalen und Südwesten mit 92-93 Cent pro Liter vielerorts vergleichsweise günstiger.

In Österreich bleiben die Heizölpreise auf höherem Niveau und zeigen sich am Montagmorgen recht unbewegt. Der bundesweite Durchschnittspreis verharrt bei 1,17 Euro je Liter. In der Schweiz können sich Verbraucher dagegen über Abschläge in Höhe von durchschnittlich 0,5 Rappen pro Liter freuen. Zwar ist der Preissprung damit noch nicht vollständig ausgeglichen, dennoch abgemildert. Am Vormittag kostet der flüssige Brennstoff im Mittel gut 98 Rappen je Liter.

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