Ölpreise: Angebotssorgen drücken

07.10.25 • 12:13 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten leichter in den Dienstaghandel, da die geringere als erwartete Produktionssteigerung der OPEC+ nur kurzfristig Impulse brachte. Dagegen rücken Sorgen vor einem Überangebot in den Fokus der Marktteilnehmer. Brent notiert aktuell bei rund 65 US-Dollar pro Barrel. Die Heizölpreise in Deutschland nehmen sich der Abwärtsbewegung an und fallen nach zwei Wochen vielerorts endlich wieder unter die 90 Cent-Marke. Das ist bei der Nachfrage deutlich zu spüren, die ist seit dem Wochenstart angezogen. In Österreich bleiben die Heizölpreise recht unbewegt, während diese in der Schweiz leicht zulegen.

Die Ölfutures begannen die Woche mit einer technischen Gegenbewegung, nachdem das OPEC-Bündnis am Wochenende nur eine moderate Ausweitung der Förderung beschlossen hatte. Statt der erwarteten halben Million Barrel pro Tag kommen im November lediglich 137.000 B/T zusätzlich auf den Markt. Das nahm zunächst Druck von den Kursen, die nach den Tiefs der Vorwoche Boden gut machten. Belastend wirkte jedoch, dass Saudi-Arabien seine Novemberpreise für Europa gesenkt hat und steigende Exporte aus Russland, Venezuela und Indien den Markt zusätzlich mit Öl versorgen. Auch die schwachen US-Arbeitsmarktdaten und der fortgesetzte Shutdown in Washington schüren Skepsis bei den Händlern.

Gleichzeitig bleibt der geopolitische Nervenkitzel hoch: Die Ukraine trifft weiter gezielt russische Energieanlagen, zuletzt eine der größten Raffinerien im Nordwesten des Landes. Für Moskau verschärft sich damit die ohnehin angespannte Versorgungslage, während der internationale Markt zwischen zusätzlichen OPEC+-Barrels und möglichen russischen Ausfällen hin- und hergerissen bleibt. Neue Impulse erwarten Händler heute vom EIA-Monatsbericht und den API-Bestandsdaten am Abend.

Für Heizölkunden in Deutschland zeichnet sich am Dienstag ein erfreulicher Marktstart ab. Nach dem langen Wochenende pendeln die Preise bundesweit nun seitwärts, regional bedingt mit leichten Ab- und Aufschlägen bis etwa -0,2 bzw. +0,3 Cent je Liter. Während sich der Süden Deutschlands preislich etwas über dem Bundesdurchschnitt einordnet und noch bei durchschnittlich 92 Cent je Liter hängt, bleibt der Norden und Westen mit durchschnittlich 88 Cent günstiger. Viele Kunden nehmen die Preisbewegung mit und bestellen wieder vermehrt.

In Österreich bleibt Heizöl in einer engen Spanne um die 1,10 Euro pro Liter. In vielen Bundesländern wie Kärnten oder der Steiermark sind bereits Preise von ca. 1,05 Euro möglich. Preislich weichen Vorarlberg und Tirol stark vom Bundesdurchschnitt ab. Dort kostet der Liter aktuell um die 1,20 Euro. In der Schweiz tendiert Heizöl mit +0,2 Rappen pro Liter leicht fester. Im kantonweiten Mittel kostet Heizöl heute um die 93 Rappen. Insgesamt bleibt der DACH-Raum gut versorgt, saisonale Auffüllkäufe bestimmen das Geschehen.

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