Trotz steigender Ölpreise stagnieren die Heizölkosten

17.06.25 • 10:34 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Während die Ölpreise am Ölmarkt heute Vormittag wieder anziehen, stagnieren die Heizölpreise derzeit. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Krieg zwischen Israel und dem Iran derzeit weder die iranische Ölproduktion noch die -exporte nennenswert beeinträchtigen. Auch die für den globalen Öltransport wichtige Meerenge von Hormus wird derzeit nur geringfügig durch den Krieg beeinträchtigt.

Während der Euro bei 1,15 Dollar stagniert, folgen die Ölpreise heute Vormittag wieder einem Aufwärtstrend. Die Rohölsorten Brent und WTI werden derzeit mit 74 bzw. 72 Dollar pro Fass und ICE Gasoil mit 709 Dollar pro Tonne gehandelt.

Trotz dessen, dass es bisher keine Anzeichen für Störungen der iranischen Ölproduktion und -exporte gibt, tendieren die Ölpreise nach oben. Der Ölmarkt befürchtet, dass die israelischen Angriffe den iranischen Ölsektor in Mitleidenschaft ziehen könnte. Zusätzlich besteht die Angst vor einer iranischen Blockade der Meerenge von Hormus, über die rund zwanzig Prozent des täglichen globalen Ölbedarfs verschifft wird.
Begrenzt wird der Aufwärtsdruck durch die potentiellen Reserveproduktionskapazitäten des Ölförderkartells OPEC+. Dieses könnte theoretisch den potentiellen Wegfall der gesamten iranischen Ölproduktion kompensieren.

Derweil plädiert der US-amerikanische Präsident Donald Trump für eine Wiederaufnahme der erst kürzlich durch den israelischen Angriff abgebrochenen Atomabkommensverhandlungen mit dem Iran.
Während dessen führen die Kämpfe zwischen Israel und dem Iran zu einem starken Anstieg der elektronischen Interferenzen um die Meerenge von Hormus herum. Dies führte dazu, dass dort ein Öltanker mit einem weiteren Schiff kollidierte.

Die Unsicherheit um die weitere globale Ölpreisentwicklung führt am Heizölmarkt zu einer abwartenden Haltung der Käufer. In der HeizOel24-Community stimmen derzeit 85 Prozent aller Interessenten dafür mit dem Kauf zu warten. Die allgemeine Erwartung scheint aktuell eine baldige Reduzierung der preistreibenden Risikoaufschläge zu sein.
Ähnlich sehen es heute Vormittag auch die Heizölhändler in Deutschland und Österreich. Hier stiegen die Preise im Schnitt um minimale 0,1 Cent oder stagnieren. Derweil stiegen sie in der Schweiz mit durchschnittlich 0,3 Cent wieder leicht an.-fr-

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