Möglicher israelischer Angriff treibt Ölpreise an

21.05.25 • 11:07 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ölpreise steigen derzeit leicht und Heizölinteressenten müssen bis zu 0,1 Cent bzw. Rappen mehr pro Liter einplanen. Hintergrund sind US-amerikanische Geheimdienstinformationen über einen möglichen israelischen Angriff auf den Iran. Gegendruck wird derweil von Kasachstan höherer Rohölproduktion im aktuellen Monat erzeugt.

Der Euro setzt seinen Aufwärtstrend fort und wird derzeit mit 1,13 Dollar gehandelt. Die Ölpreise steigen ebenfalls moderat. Die Rohölsorte Brent steigerte sich bereits auf 66 Dollar pro Fass, während WTI noch knapp mit 62 Dollar pro Fass und ICE Gasoil mit 620 Dollar pro Tonne gehandelt wird.

Ein möglicher israelischer Angriff auf die iranische Atomenergieinfrastruktur wirkt derzeit Ölpreis steigernd. Bis Dienstag dieser Woche gab es Hoffnung auf ein kurzfristiges Atomabkommen zwischen dem Iran und der USA. Dieses sollte unter anderem dafür sorgen, dass der Iran seine ihm nachgesagten Atomwaffenambitionen nachvollziehbar aufgibt. Am Dienstag gaben beide Parteien allerdings an, dass eine Einigung noch weit entfernt sei.
Laut Informationen aus den US-amerikanischen Geheimdiensten gibt es starke Anzeichen für einen bevorstehenden israelischen Angriff. Unklar ist derzeit nur, ob die israelische Regierung den Angriff bereits genehmigt hat.
Ein solcher Angriff könnte sich negativ auf die iranischen Ölexporte auswirken. Das Land exportiert rund 1,5 Mio. B/T an Rohöl. Zusätzlich wird befürchtet, dass der Iran die Meerenge von Hormuz blockieren könnte, um politischen Druck auf Israel auszuüben. Über diese exportieren andere Länder wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak Rohöl und Ölprodukte.

Kasachstan sorgt derweil für leichten Ölpreisabwärtsdruck. Nachdem die Rohölproduktion des OPEC+-Mitgliedes im April um drei Prozent sank, stieg diese im bisherigen Verlauf des Mai 2025 um zwei Prozent. Laut Förderkartell darf Kasachstan 1,486 Mio. B/T an Rohöl fördern. Seit Monaten überzieht das Land diese Quote allerdings deutlich und fördert die letzten drei Monate zwischen 1,82 Mio. und 1,88 Mio. B/T an Rohöl. Neben Kasachstan halten sich auch andere OPEC+-Mitglieder wie Russland regelmäßig nicht an die vorgegebenen Quoten. Das Bündnis erhöhte deshalb die Förderquoten deutlich stärker als geplant. Ziel ist es den Ölpreis zu schwächen und es damit für die Regelbrecher unattraktiver zu gestallten die Quoten zu überziehen.
Aufgrund aktuellen Ölpreisanstiegs könnte es daher bald Anzeichen für weitere deutlich stärkere Förderquotenanhebungen der OPEC+ geben.

Die Aussicht auf einen größeren Konflikt im nahen Osten treibt auch die hiesige Nachfrage nach Heizöl an. Diese liegt vierzig Prozent über dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau. Heizölinteressenten mit akutem Bedarf versuchen einem möglichen Krieg und damit verbunden Ölpreisanstiegen zwischen Israel und dem Iran zuvorzukommen. Das Interesse stieg derweil leicht auf das Fünffache des für diese Jahreszeit üblichen Niveaus, während die Heizöltanks in der DACH-Region im Schnitt nur zu etwas mehr als der Hälfte befüllt sind.
Die Heizölpreise reagieren noch nicht auf die Börsenbewegungen. In Österreich sanken sie heute Vormittag mit durchschnittlich 0,15 Cent pro Liter leicht. Derweil stiegen sie in der Schweiz und Deutschland im Schnitt um 0,1 Rappen bzw. pro Liter an.
Im Verlaufe des Tages sind Heizölpreissteigerungen wahrscheinlich. Sollte Israel allerdings nicht kurzfristig den angeblich geplanten Angriff auf den Iran starten, sollten die Heizölpreise wieder auf das derzeitige Niveau zurückkehren bzw. dort verharren. -fr-

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