Heizölpreis erreicht neues Dreijahrestief

05.05.25 • 11:33 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Dank Heizölpreisrückgängen von bis zu 1,25 Cent bzw. Rappen pro Liter wurden sowohl in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Dreijahrestiefs markiert. Hintergrund ist die erneute höher als erwartete Förderquotenerhöhung der OPEC+. Potentielle Kampfhandlungen zwischen Israel und dem Iran können den Abwärtstrend der Ölpreise derzeit nicht blockieren.

Der Euro stagniert weiterhin bei 1,13 Dollar. Während er allerdings einem Aufwärtstrend folgt, sinken die Ölpreise deutlich. Die Nordseerohölsorte Brent hält sich nur noch knapp auf der psychologisch wichtigen 60-Dollar-pro-Fass-Marke. Währenddessen sank die US-amerikanische Rohölsorte WTI auf 57 Dollar pro Fass. ICE Gasoil fiel derweil auf 584 Dollar pro Tonne.

Das Ölförderkartell OPEC+ beschloss in seinem neusten Treffen die Rohölförderquoten ab Juni 2025 um 411.000 B/T zu erhöhen. Geplant waren ursprünglich 138.000 B/T. Hintergrund ist die Unzufriedenheit des de facto Anführers der OPEC+ Saudi-Arabien mit dem Irak und Kasachstan. Beide Länder halten sich seit Monaten nicht an die beschlossenen Förderquoten des Kartells. Allerdings gibt es weitere Länder wie Russland, welche sich regelmäßig nicht an die Vorgaben halten. Die stärker als geplanten Erhöhungen im Mai und Juni dienen als Strafe, da diese die Ölpreise fallen lassen. Quellen innerhalb der OPEC+ gaben an, dass die Rücknahme der Förderquoten weiter vorangetrieben wird, solange es Mitgliedsländer gibt, die nicht den OPEC+-Regeln folgen. Betroffen sind freiwillige Förderquotenkürzungen in Höhe von 2,2 Mio. B/T. Von diesen werden somit ab Juni insgesamt wieder 960.000 B/T gefördert. Ursprünglich sollte die Rücknahme graduell und bis Ende 2026 erfolgen. Laut interner OPEC+-Quellen könnte dieser Zeitplan auf November 2025 verkürzt werden.

Als potentiell Ölpreis treibend könnte der Mittlere Osten wieder in Erscheinung treten. Eine von den Houthi-Rebellen aus dem Jemen heraus gefeuerte Rakete schlug am Sonntag nahe des israelischen Hauptflughafens ein. Israel kündigte daraufhin Vergeltung an und bezog diese auch auf den Iran. Im Westen wird generell davon ausgegangen, dass der Iran mehrere als Terrororganisationen eingestufte Entitäten wie die Houthi-Rebellen materiell unterstützt und zumindest indirekt lenkt. Der Iran bestritt im Zuge des jüngsten Angriffs erneut solche Zusammenhänge und kündigte Vergeltung bei Angriffen durch Israel oder die USA an. Derzeit exportiert der Iran rund 1,5 Mio. B/T an Rohöl, welche dem Weltmarkt in einem Krieg verloren gehen könnten.

Der Ölpreisverfall durch die OPEC+ wirkt sich auch positiv auf die Heizölpreise aus. Die Nachfrage liegt bei dem mehr als Fünffachen des für diese Jahreszeit üblichen Niveaus. Gleichzeitig durchsuchen mehr als sechs Mal so viele Heizölinteressenten wie üblich HeizOel24 nach einem passenden Angebot.
Die heutigen Ölpreissenkungen führen in allen drei Ländern der DACH-Region zum Erreichen eines neuen Dreijahresheizölpreistiefs. In Österreich gaben die Preise im Schnitt um 0,15 Cent, in der Schweiz um 0,75 Rappen und in Deutschland um 1,25 Cent pro Liter nach.
Aus den Reihen der OPEC+ sickern Informationen über mögliche weitere höhere als geplante Förderquotenerhöhungen in den kommenden Monaten durch. Heizölinteressenten sollten auf diese allerdings mit Vorsicht reagieren. Immerhin sind diese an das fortgeführte Fehlverhalten einiger OPEC+-Mitglieder gebunden, welche durch die Preiseinbrüche auf Spur gebracht werden könnten. Zusätzlich näherten sich die USA und China letzte Woche aneinander an und äußerten sich tendenziell bereit den Handelskrieg zu beenden. Damit handelt es sich jetzt um einen sehr guten Heizölkaufzeitpunkt. Interessenten mit genug Reserven allerdings auf weitere Preiseinbrüche im Laufe des aktuellen Jahres spekulieren. -fr-

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