Heizölpreise legen Verschnaufpause ein

12.02.25 • 12:54 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise geben zur Wochenmitte leicht nach, nachdem das API Rekord-Aufbauten für die US-Rohölbeständen meldete. Marktteilnehmer warten nun auf die offiziellen Daten des DOE. Brent notiert am Mittag bei ca. 76 US-Dollar je Barrel. Bei den Heizölpreisen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt sich am Mittag leichte Entspannung nach der Aufwärtsbewegung der letzten Tage.

Die Rohölpreise haben nach drei Tagen des Anstiegs zur Wochenmitte etwas nachgegeben. Zuletzt hatten vor allem Bedenken hinsichtlich des globalen Ölangebots für Unterstützung gesorgt. Verschärfte US-Sanktionen gegen Russland und Iran sowie hohe europäische Gaspreise führten dazu, dass Öl als Alternative stärker nachgefragt wurde.

Der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China könnte jedoch das Angebotsrisiko überlagern und mittelfristig zu einem rückläufigen Ölpreis führen, so Analysten. Währenddessen schätzt die US-Energiebehörde EIA, dass neue Sanktionen zwar den globalen Ölhandel umstrukturieren, die russische Produktion aber kaum drosseln werden. Für die kommenden Jahre rechnet die EIA mit einem wachsenden Ölangebot und prognostiziert für 2026 eine Überversorgung von fast einer Million Barrel pro Tag.

Mit Spannung wird die heutige Veröffentlichung der DOE-Bestandsdaten erwartet, die eine Bestätigung der gestern vom American Petroleum Institute (API) gemeldeten US-Ölbestände bringen könnten. Dieses meldete einen Anstieg der US-Rohölbestände um neun Millionen Barrel – ein Rekordwert seit einem Jahr. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die US-Inflationsdaten, da sie Hinweise auf den zukünftigen Zinskurs der Federal Reserve geben könnten. Bislang sieht sich die US-Notenbank nicht gezwungen, rasche Zinssenkungen vorzunehmen. Insgesamt bleibt die Marktlage für Rohöl daher vorerst von Unsicherheiten geprägt.

In Deutschland steuerten die Heizölpreise seit Wochenbeginn stramm auf die Ein-Euro-Marke zu. In den nördlichen Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurde diese bereits überschritten. Der bundesweite Durchschnitt liegt am Mittag bei rund 98,8 Cent pro Liter und zeigt sich im Vergleich zum Morgen leicht rückläufig. Trotz der jüngsten Preissteigerungen bleibt die Nachfrage belebt – vor allem aufgrund der anhaltenden Kältewelle, die in den kommenden Tagen weiter Bestand haben soll. In Österreich bekommen die Heizölpreise einen Schub und klettern im österreichweiten Durchschnitt auf 1,176 Euro pro Liter. Im Vergleich zu gestern können die Heizölpreise in der Schweiz dagegen etwas an Gewicht abwerfen. Der kantonale Durchschnittpreis sinkt leicht auf 1,035 Franken pro Liter. Mit Sicht auf das noch junge Jahr siedeln sich die Heizölpreise in der DACH-Region im Mittelfeld des Preischarts an.

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