Ölpreise ziehen an

08.01.25 • 10:32 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Eine gesunkene OPEC+-Rohölförderung und besser als erwartete US-amerikanische Arbeitsmarktdaten stützen heute die Ölpreise. Der Ölmarkt geht dennoch für 2025 weiterhin von einer Überversorgung und tendenziell sinkenden Preisen aus.

Der Euro fiel auf 1,03 Dollar und wartet wie ICE Gasoil, welches sich mit 707 Dollar wieder über die psychologisch wichtige 700 Dollar pro Tonne Marke kämpfen konnte, auf deutliche Richtungsimpulse. Die Rohölsorten Brent und WTI folgen derweil einem moderaten Aufwärtstrend. Die Nordseesorte Brent konnte sich auf 77 Dollar pro Fass steigern und WTI kämpfte sich auf die psychologisch wichtige 75 Dollar pro Fass Marke.

Die sinkende OPEC+-Ölproduktion sowie der robuste US-amerikanische Arbeitsmarkt sorgen für Ölpreisaufwärtsdruck.
Im Dezember 2024 sank die Rohölproduktion der OPEC+ um 50.000 B/T auf 26,46 Mio. B/T. Zum einen produzierten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aufgrund von Wartungsarbeiten deutlich weniger Öl und zum anderen sank auch die iranische Rohölproduktion. Der Ölmarkt geht für den Iran, mit dem Amtsantritt des kommenden US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, von weiteren Ölproduktionsrückgängen aus.
Die neusten US-amerikanischen Arbeitsmarktdaten zeigen unter anderem einen Anstieg der neu zu besetzenden Stellen, während die Unternehmen gleichzeitig zurückhaltend mit Neueinstellungen und Kündigungen sind und die Arbeitnehmer zurückhaltender werden, den Arbeitsplatz zu wechseln. Dies signalisiert zum einen der US-amerikanischen Zentralbank, dass die Zinsen nicht schneller als bisher geplant gesenkt werden müssen und verhindert zum anderen, dass Lohnsteigerungen die Inflation vorantreiben. Die Unternehmen warten nun auf die Amtsübernahme Donald Trumps und die in Aussicht gestellten neuen Straffzölle, bevor die neuen Stellen aktiv besetzt werden. Bereits jetzt sorgt dies allerdings dafür, dass der Ölmarkt die US-amerikanische Ölnachfrage als wachsend ansieht.

Laut interner Quellen hat der österreichische Energiekonzern OMV einen Vertrag mit dem deutschen Energiekonzern Uniper, über Gaslieferungen aus dem schwarzen Meer, geschlossen. Ab 2027 sollen über fünf Jahre verteilt 15 Terawattstunden Gas aus dem in Rumänien liegenden Gasfeld nach Deutschland geliefert werden. Dies entspricht ca. anderthalb Prozent der deutschen Gasimporte in 2024. Offiziell bestätigt wurde der Vertrag noch nicht. Die Erschließung neuer Gasquellen sollte allerdings auch die hiesigen Heizölpreise entlasten, da Öl in einigen Bereichen als Ersatz für Gas genutzt werden kann und ein günstigerer Gaspreis die entsprechende Nachfrage senkt. -fr-

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