Heizölpreise geben nach

15.08.24 • 08:57 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Inflation in den USA sank auf Jahressicht erstmalig seit über drei Jahren auf unter drei Prozent und verstärkt damit die Hoffnung des Ölmarktes auf eine Zinssenkung in den USA im September. Dem gegenüber steht die Äußerung mehrerer iranischer Regierungsmitglieder, dass ein Vergeltungsschlag gegen Israel, im Falle eines Waffenstillstands mit der Hamas, ausbleiben würde. Zusätzlich stiegen die US-amerikanischen Rohölbestände laut DOE überraschend an und die IEA senkt ihre Ölnachfrageprognose für 2025.

Der Euro kann sich auf 1,10 halten, während die Rohölsorten Brent und WTI auf 79 bzw. 77 Dollar pro Fass fielen. ICE Gasoil gab derweil auf 728 Dollar pro Tonne nach.

Die US-amerikanische Inflation sank im diesjährigen Juli das erste Mal seit dreieinhalb Jahren auf unter drei Prozent auf Jahressicht. Dies verstärkt am Ölmarkt die Hoffnung auf eine Zinssenkung durch die US-amerikanische Zentralbank im September dieses Jahres. Niedrige Zinsen tendieren dazu die Wirtschaft und Ölnachfrage anzukurbeln.

Derweil könnte sich die Lage im Nahen Osten entspannen. Der Iran hat immer noch nicht auf die Tötung eines hochrangigen Hamas-Mitgliedes, für die es Israel verantwortlich macht, reagiert. Stattdessen heißt es, dass ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas eine Reaktion des Irans verhindern würden. Es ist derzeit allerdings nicht absehbar, ob ein Waffenstillstand dadurch wahrscheinlicher wird.

Für leichten Abwärtsdruck sorgte der gestern Nachmittag veröffentlichte Bericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE). Laut diesem fielen die Benzin- und Destillatbestände der USA zwar deutlich stärker als erwartet, allerdings stiegen die Rohölbestände überraschend an.

Nachdem die OPEC ihre Prognose für den diesjährigen globalen Ölverbrauch nach unten korrigierte, revidierte nun die internationale Energieagentur (IEA) ihre Prognose für das Jahr 2025 nach unten. Hintergrund ist die schwächelnde chinesische Wirtschaft.

Während die Heizölpreise in Österreich und der Schweiz noch auf den Vortageswerten stagnieren, folgen sie in Deutschland bereits der Börse und sanken um durchschnittlich 0,45 Cent pro Liter. Dennoch gibt es vor allem im Südosten der Bundesrepublik regionale Aufwärtsbewegungen, während Heizölinteressenten vor allem im Südwesten und Norden des Landes von regionalen Abwärtsbewegungen profitieren können. -fr-

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