Heizölpreise gehen mit Aufschlägen ins Wochenende

09.08.24 • 10:34 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise haben im Wochenverlauf zugelegt und könnten mit einem deutlichen Plus in das Wochenende gehen. Unsicherheiten am Markt aufgrund der Spannungen im Nahen Osten und Produktionsausfälle am libyschen Ölfeld Sharara dominieren an den Börsen. Die Heizölpreise in Deutschland und der Schweiz knüpfen an die Aufwärtsbewegung an und zeigen sich mit Aufschlägen von durchschnittlich 0,4 Cent bzw. Rappen pro Liter im weiteren Tagesverlauf. In Österreich bleiben die Heizölpreise auf Abwärtskurs und geben marginal nach.

Am Donnerstag legten die Ölpreise nach anfänglichen Verlusten wieder zu, was auf die Unsicherheiten im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen und Produktionsausfällen in Libyen zurückzuführen ist. Entsprechend fester starten die Rohölnotierungen in den Freitagshandel. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent steigt am Morgen auf 79,19 US-Dollar, ein Fass der amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet 76,29 US-Dollar. Die Marktteilnehmer blicken weiterhin besorgt auf die angekündigte Vergeltung Irans gegen Israel, die bisher jedoch ausgeblieben ist. Diese Unsicherheit trägt zur Volatilität bei und stützt die Preise, da das Risiko von Angebotsausfällen als hoch eingeschätzt wird.

Die Sorgen um die Wirtschafts- und Ölnachfrageentwicklung zeigen an den Börsen nur noch wenig Präsenz. Dies lag unter anderem daran, dass sich die Aktienmärkte erholt haben, nachdem enttäuschende Konjunkturdaten, insbesondere aus der Eurozone, China und den USA, zunächst die Unsicherheit am Markt befeuerte. In den USA war die Arbeitslosenquote im Juli unerwartet stark angestiegen, was die Märkte zunächst belastete.

Die Heizölpreise in Deutschland bewegen sich mit Aufschlägen Richtung Wochenende und kratzen am Vormittag an der 97 Cent-Marke je Liter. Auf Wochensicht hat der Preis für Heizöl um mehr als zwei Prozent zugelegt. Die Nachfrage hat mit dem Preisanstieg etwas nachgelassen, bleibt aber auf höherem Niveau. Nicht untypisch für August, denn dann wird so langsam das Heizungsthema präsent. Von der Aufwärtsbewegung zeigen sich die Heizölpreise in Österreich unbeeindruckt und bleiben auf Abwärtskurs. Mit größeren Preissprüngen nach unten können Verbraucher jedoch nicht rechnen. Es geht weiterhin gemächlich südwärts, was Kunden in die komfortable Lage versetzt, auf weitere Abschläge spekulieren zu können. In der Schweiz starten die Heizölpreise mit sichtbaren Aufschlägen in den Tag. Diese haben bereits gestern die 100 CHF-Marke geknackt und suchen ihre Richtung. Heute bewegt sich der Preis für den flüssigen Brennstoff auf Vorwochen-Niveau.

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