Nahostkonflikt verursacht Ölpreisaufwärtsdruck

29.07.24 • 12:04 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ölpreise gaben dank der schwächelnden chinesischen Ölnachfrage und der ansteigenden US-amerikanischen Ölproduktion über das Wochenende nach. Allerdings gibt es aktuell Aufwärtsdruck, da sich das Eskalationspotential im Nahen Osten sprunghaft erhöhte. Zum einen gab es einen tödlichen Raketenangriff auf Israel und zum anderen fordert Israel drastische einseitige Anpassungen zum aktuell verhandelten Waffenstillstandsabkommen.

Der Euro gab zum Wochenstart auf 1,083 Dollar nach und wartet wie ICE Gasoil, welches auf 742 Dollar pro Tonne fiel, auf neue Richtungsimpulse. Die Rohölsorten Brent und WTI folgen derweil einem Aufwärtstrend, starten allerdings unter den Werten vom Freitagvormittag in die neue Woche. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird derzeit mit 80 und ein Fass der US-amerikanischen Sorte WTI mit 76 Dollar pro Fass gehandelt.

Ein Raketenangriff auf Israel, bei dem 12 Kinder ums Leben kamen, sorgt für ein Aufflammen der Eskalationsangst im Nahen Osten. Israel macht die Hisbollah-Milliz im Libanon verantwortlich, diese streitet die Verantwortung ab. Dies hinderte Israel nicht daran Ziele im Libanon zu bombardieren. Zusätzlich fordert Israel starke Anpassungen für das aktuell verhandelte Waffenstillstandsabkommen mit der Hamas, was ein Zustandekommen von diesem unwahrscheinlich erscheinen lässt. Der Ölmarkt reagiert mit der Einpreisung von Risikoaufschlägen, da sich der Konflikt auf umliegende Ölproduzierende Länder ausweiten könnte.

Der Aufwärtsdruck am Ölmarkt wird derweil weiterhin unteranderem von der chinesischen Ölnachfrage begrenzt. Im ersten Halbjahr 2024 fiel diese im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 fielen die Kraftstoffimporte der zweitgrößten Wirtschaftsnation der Welt um elf Prozent. Zusätzlich stieg die Anzahl der US-amerikanischen Ölbohranlagen so stark wie seit November 2022 nicht mehr. Dies ist ein Indikator für eine höhere Ölproduktion des Landes. Auf der anderen Seite liegt die gesamte Anzahl an Ölbohranlagen elf Prozent unter dem Wert des gleichen Vorjahreszeitraums.

Während die Heizölpreise heute Vormittag in Österreich um durchschnittlich 0,2 Cent pro Liter stiegen, sanken sie in der Schweiz im Schnitt um 0,05 Rappen und in Deutschland um 0,2 Cent. Regional gibt es in der gesamten Bundesrepublik teils noch deutlich stärkere Preisnachlässe. -fr-

HeizOel24-Tipp: Wer die Heizölpreise genau im Blick behalten möchte, sollte das Intraday-Chart für Heizöl nutzen. Auf der Seite Heizölpreise finden Sie dieses im Chart Heizöl Durchschnittspreis und wählen dann die Option „heute“. Hier erkennen Sie frühzeitig, wie sich der Preis verhält und können rechtzeitig reagieren. HeizOel24

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
163,85 €
Veränderung
-0,09 %
zum Vortag
163,85 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 04.10.2026, 17:18
Nordseeöl 102,61
$/Barrel 0,00%
Gasöl 1.382,00
$/Tonne 0,00%
Euro/Dollar 1,1251
$ 0,00%
US-Rohöl 91,26
$/Barrel 0,00%
Börsendaten
Montag
29.07.2024
12:04 Uhr
Schluss Vortag
28.07.2024
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
81,25 $
pro Barrel
80,55 $
pro Barrel
+0,87%
Gasöl
745,25 $
pro Tonne
741,25 $
pro Tonne
+0,54%
Euro/Dollar
1,0835 $
1,0855 $
-0,18%
(konstant)
USD/CHF
0,8846 CHF
0,8825 CHF
+0,24%
(etwas fester)
Heizölpreis
Montag
29.07.2024
12:04 Uhr
Schluss Vortag
28.07.2024
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
96,76 €
95,87 €
+0,93%
Österreich
115,25 €
114,04 €
+1,06%
Schweiz
104,01 CHF
102,86 CHF
+1,11%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl leicht steigend
Heizöl leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Heizölpreise fallen zum Wochenschluss
02.10.26 • 12:24 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise haben am Donnerstag zugelegt, nachdem Berichte über eine dritte US-Flugzeugträgergruppe im Nahen Osten die Runde machten. Gasöl ging dagegen schon gestern schwächer aus dem Handel. Am Freitagvormittag geben alle beide deutlich nach, weil Washington Druck auf Europa macht, seine Diesel-Notreserven zu öffnen. Der Liter Heizöl kostet in Deutschland rund drei Cent weniger als gestern, in Österreich Weiterlesen
Heizölpreise starten teuer in die Heizsaison
01.10.26 • 10:32 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise haben den Handelstag am Mittwoch im Plus beendet, nachdem in der Straße von Hormus erneut ein Schiff angegriffen wurde und die US-Vorräte an Benzin und Diesel kräftig schrumpften. Am Donnerstagmorgen kommt die Bewegung zum Stehen, weil wieder mehr Rohöl aus dem Nahen Osten verschifft wird und Washington und Teheran über den Vermittler Katar verhandeln. Gasöl hält sein hohes Niveau. Der Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv