Heizölpreis auf Jahrestief

24.05.24 • 11:26 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Mit Heizölpreisrückgängen von bis zu 1,1 Cent bzw. Rappen pro Liter wurden heute Vormittag in Deutschland und Österreich die bisher niedrigsten Preise des Jahres erreicht. Zwar ging es gestern nochmal kurz nach oben, Hintergrund war die laut DOE gestiegene US-amerikanische Benzinnachfrage, letztlich setzten sich allerdings die preisdrückenden Faktoren durch. Neben der am kommenden Montag in den USA (inoffiziell) startenden Fahrsaison, potentiell preistreibend sind die jüngsten Aussagen der US-amerikanischen Zentralbank, die weitere Zinserhöhung wieder ausschloss und die unmittelbar bevorstehende Hurricane-Saison in den USA, welche die Ölproduktion einschränken könnte.

Der Ölmarkt startete, entgegen der globalen Nachrichtenlage, gestern einen Erholungsversuch. Hintergrund waren die, laut dem am Mittwochnachmittag veröffentlichten Bericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE), gestiegene Raffinerieauslastung und Benzinnachfrage. Der Aufwärtstrend konnte sich allerdings nicht halten, da es sich nur um einen Bericht handelt und daraus kein Trend ablesbar ist. Am Donnerstagabend kam es dann zu Gewinnmitnahmen, welche einen bis jetzt anhaltenden leichten Ölpreisabwärtstrend ausgelöst haben.

Mittelfristig preissteigernd könnte sich die bevorstehende US-amerikanische Hurricane-Saison auswirken. Diese beginnt in der Regel im Juni und dauert bis November an. Die US-amerikanische Energy Information Administration (EIA) erwartet für dieses Jahr besonders viele und schwere Stürme, was ein hohes Risiko für die US-amerikanische Ölproduktion darstellt. Auf der anderen Seite gab es die gleiche Warnung bereits letztes Jahr und es kam zu kaum nennenswerten Problemen im US-amerikanischen Ölsektor.

Die Heizölpreise sind auf dem niedrigsten Stand seit zehn Monaten gefallen. Kunden mit Heizölbedarf sollten den Markt nunmehr engmaschig beobachten und zur Bestellung schreiten, sobald sich abzeichnet, dass das Abwärtspotential der Ölpreise am Weltmarkt ausgereizt ist. Brent Rohöl nimmt aktuell Kurs auf die Marke von 80 Dollar. Billiger als 70 Dollar war Brent seit Anfang 2022 nie und im Bereich von 75 Dollar je Barrel zeigten sich stets starke Stabilisierungstendenzen. Durch die überwiegend schwache Heizölnachfrage in den ersten fünf Monaten des Jahres sind auch die Händlermargen stark gesunken und limitieren das Abwärtspotential im Inland. Die 92 Cent pro Liter Marke war dabei bisher in Deutschland die unüberwindbare Grenze. Wer spekulieren will, sollte in Deutschland zunächst einen Heizölpreis von 90 Cent je Liter ins Auge fassen. In Österreich lautet das Ziel 1,10 Euro je Liter. Preise darunter werden im Sommerhalbjahr schwierig zu erreichen sein, da auch die Steuer- und Abgabenlast 2024 weiter gestiegen ist. Heizölkunden in der Schweiz können auf Preise von einem Franken je Liter wetten. -fr-

HeizOel24-Tipp: Ratenkauf, Lastschrift, Rechnung oder doch lieber Bar oder mit EC-Karte am Tankwagen? Wählen Sie bei der Bestellung im Heizölrechner oder Angebotsassistenten Ihre bevorzugte Zahlart. In jedem Fall erhalten Sie eine litergenaue Abrechnung und bezahlen exakt die getankte Menge. HeizOel24

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