Heizöl: Mit Abwärtsschwung in die neue Woche

13.05.24 • 12:54 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten weicher in die neue Woche. Die Aussicht auf keine baldige Zinssenkung in den USA sorgte bereits im Freitaghandel für einen tüchtigen Preisdämpfer und nahm die Heizölpreise im Inland mit ins Gepäck. Die Nachfrage zeigt sich weiterhin zurückhaltend. Warten auf weiteres Abwärtspotenzial lautet nun die Strategie.

Die Ölmärkte stehen unter anhaltendem Druck, da Unsicherheiten bezüglich der Nachfrage und die geldpolitischen Signale der US-Notenbank die Preise beeinflussen. Brent und WTI verzeichneten am Freitagnachmittag deutliche Einbrüche, getrieben von der Sorge um eine verlängerte Hochzinsphase in den USA, die die wirtschaftliche Aktivität und damit die Ölnachfrage dämpfen könnte. Die Analysten der Citi Group revidierten ihre Prognosen und erwarten nun fallende Ölpreise, während die kanadische Ölproduktion robuste Wachstumssignale sendet.

Die Situation im Nahen Osten und die gestiegenen Rohölimporte Chinas senden gemischte Signale. Einerseits tragen geopolitische Risiken zur Volatilität bei, andererseits könnte die erhöhte Nachfrage aus China die Preise stützen. Charttechnische Indikatoren deuteten zeitweise auf eine mögliche Erholung hin, doch die Unsicherheit bleibt hoch. Die bevorstehende OPEC+ Vollversammlung am 1. Juni wirft zusätzliche Schatten voraus. Besondere Aufmerksamkeit erregte der Irak, der zunächst eine Verlängerung der Förderkürzungen ablehnte, später jedoch seine Verpflichtung zu bestehenden Vereinbarungen betonte. Diese Unstimmigkeiten spiegeln die Herausforderungen innerhalb der OPEC+ wider, insbesondere da der Irak seine Produktionsquoten seit Jahresbeginn bereits überschritten hat und einen Kompensationsplan vorlegen muss.

Während die fundamentalen Marktdaten eine eher gedämpfte Stimmung widerspiegeln, bleiben die Finanzmärkte gespannt auf die nächsten Schritte der US-Notenbank und die zukünftige Förderpolitik der OPEC+. Der Markt reagiert damit weiterhin sensibel auf politische und wirtschaftliche Nachrichten, die sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite beeinflussen.

In Deutschland kommen die Heizölpreise nach ihrer Aufwärtsbewegung am Freitag ein gutes Stück zurück und pegeln sich aktuell bei durchschnittlich 98 Cent je Liter ein. Der Abwärtsschlenker zum Wochenauftakt hat noch zu wenig Kraft, um die Nachfrage anzukurbeln. Diese erwacht nur langsam aus ihrem Standby-Modus. In Österreich und der Schweiz bewegen sich die Heizölpreise am Montag kaum. Auch dort ist das Warten-Lager wesentlich größer als das der Kaufinteressierten. Viele Verbraucher sehen noch Chancen auf eine weitere Abwärtsbewegung. Zudem führen die anhaltend warmen Wetterbedingungen zu einem spürbaren Rückgang im Verbrauch von Heizöl.

HeizOel24-Tipp: Über den Heizölrechner können Heizölkäufer genau Ihren Bedarf einstellen. Soll z. B. das Heizöl zu einer bestimmten Tageszeit geliefert werden, benötigen Sie einen längeren Schlauch oder wollen Sie per Ratenzahlung Ihre Lieferung begleichen? Alles kein Problem und bequem per Klick auswählbar.

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
95,65 €
Veränderung
-0,01 %
zum Vortag
95,65 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 25.05.2024, 06:35
$/Barrel -0,04%
Gasöl 741,50
$/Tonne 0,00%
Euro/Dollar 1,0845
$ 0,00%
US-Rohöl 77,80
$/Barrel 0,00%
Börsendaten
Montag
13.05.2024
12:54 Uhr
Schluss Vortag
12.05.2024
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
83,18 $
pro Barrel
82,78 $
pro Barrel
+0,48%
Gasöl
755,00 $
pro Tonne
750,50 $
pro Tonne
+0,60%
Euro/Dollar
1,078 $
1,077 $
+0,09%
(konstant)
USD/CHF
0,9068 CHF
0,9061 CHF
+0,08%
(konstant)
Heizölpreis
Montag
13.05.2024
12:54 Uhr
Schluss Vortag
12.05.2024
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
98,10 €
98,72 €
-0,62%
Österreich
118,67 €
118,71 €
-0,04%
Schweiz
107,22 CHF
107,42 CHF
-0,19%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl leicht fallend
Heizöl leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Preisniveau von heute im Vergleich zum durchschnittlichen Preisniveau der letzten 12 Monate für 3.000 Liter.
Heizölpreis auf Jahrestief
24.05.24 • 11:26 Uhr • Fabian Radant
Mit Heizölpreisrückgängen von bis zu 1,1 Cent bzw. Rappen pro Liter wurden heute Vormittag in Deutschland und Österreich die bisher niedrigsten Preise des Jahres erreicht. Zwar ging es gestern nochmal kurz nach oben, Hintergrund war die laut DOE gestiegene US-amerikanische Benzinnachfrage, letztlich setzten sich allerdings die preisdrückenden Faktoren durch. Neben der am kommenden Montag in den USA Weiterlesen
Ölpreise stagnieren
23.05.24 • 10:54 Uhr • Fabian Radant
Im gestrigen Tagesverlauf sorgte die Veröffentlichung der US-amerikanischen Rohölbestandsdaten sowie des letzten Zentralbanksitzungsprotokolls für leichten Ölpreisabwärtsdruck. Auch die russische Überschreitung der freiwilligen Förderquotenkürzungen belastete die Preise minimal. Auf der anderen Seite fiel der Anstieg der US-amerikanischen Ölbestände schwächer als durch das American Petroleum Institute Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv
Haben Sie Fragen?
gern beraten wir Sie persönlich
Mo-Fr 8-18 Uhr
030 70171230
4.85 / 5.00
97.514 Bewertungen