Ölpreise auf Richtungssuche

24.04.24 • 11:07 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die aktuellen Nachrichten sind eingepreist und es gibt nur minimal gewichtete Neuigkeiten. Zwar fiel laut dem API die Rohölbestände der USA überraschend, da der Bericht des API allerdings die letzten Monate sehr oft stark von den offiziellen Behördendaten des US-amerikanischen Department of Energy (DOE) abwichen, wartet der Ölmarkt mit seiner Reaktion auf den DOE-Bericht heute Nachmittag. Auch die nach dem Einkaufsmanagerindex schwächer als erwartet wachsende US-amerikanische Wirtschaft dürfte im Angesicht der sich dort hartnäckig haltenden Inflation wenig Einfluss auf die dortige Zinsentwicklung haben. Das Israel die Kampfhandlungen in Palästina ausweitet, bringt potentiellen Zündstoff in die Region. Da der Iran und Israel allerdings in der direkten Konfrontation auf Deeskalation setzen, kommt auch aus dieser Region aktuell kein signifikanter weiterer Aufwärtsdruck.

Sowohl die Ölpreise als auch der Euro mit 1,068 Dollar stagnieren auf den gestrigen Vormittagswerten. Ein Fass Brent wird weiterhin mit 88 Dollar und eine Tonne ICE Gasoil mit 786 Dollar gehandelt. Einzig die US-amerikanische Rohölsorte WTI konnte sich auf 83 Dollar pro Fass steigern, stagniert derzeit allerdings ebenfalls. Damit sind keine großen Schwankungen beim heutigen Heizölpreis zu erwarten.

Die USA sorgen heute für leichten Aufwärtsdruck. Zum einen zeigen die Zahlen des American Petroleum Institute (API) einen Rohölbestandsabbau von 3,2 Mio. Fass, während der Markt einen Zuwachs von 0,8 Mio. Fass erwartete. Zum anderen sank der Fertigungs- und Dienstleistungssektor Einkaufsmanagerindex (PMI) im April 2024 mit 50,9 Punkten auf ein Viermonatstief. 50 Punkte stellen dabei die Grenze zwischen Wirtschaftswachstum und -abschwung dar. Der Ölmarkt hofft deshalb darauf, dass die US-amerikanische Notenbank (Fed) die Zinsen doch schneller als aktuell erwartet senkt, um die Wirtschaft und damit den Ölverbrauch anzukurbeln.

Der Nahe Osten verhindert derweil starke Abwärtsbewegungen. Zwar sind sich Analysten einig, dass ein direkter Krieg zwischen Israel und dem Iran vorerst abgewendet wurde, die intensivierten Angriffe Israels auf Palästina sorgen allerdings weiterhin für Eskalationspotential in der Region.

Während die Preise in der Schweiz am heutigen Vormittag um durchschnittlich 0,75 Rappen stiegen, stagnieren sie in Österreich mit einem Plus von 0,05 Cent bzw. in Deutschland mit 0,1 Cent pro Liter nahezu. Im Bundesdurchschnitt halten sich die Heizölpreise knapp oberhalb von einem Euro pro Liter. -fr-

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