Ölpreise warten auf klare Richtungsimpulse

04.03.24 • 12:10 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die erwartete Fortführung der freiwilligen Förderkürzungen der OPEC+ hat am Ölmarkt für keinen nennenswerten Aufwärtsimpuls sorgen können. Interessanter ist dagegen die Aussage des russischen Premierministers, dass das Land seine Rohölförderung bis Juni 2024 um 471.000 B/T senken will. Impliziert wurde hierbei, dass diese Kürzungen zusätzlich zu den bestehenden 500.000 B/T des Landes eingeführt werden, bestätigt hat die russische Regierung dies bisher jedoch noch nicht. Währenddessen hat Rosneft um eine Verlängerung der Treuhandverwaltung der deutschen PCK-Raffinerie in Schwedt gebeten und will seine Anteile an dieser in der neuen Frist verkaufen.

Die Rohölpreise und der Euro folgen zum Wochenstart einer minimalen Aufwärtsbewegung, während Gasöl leicht an Wert verliert. Ein Fass der Nordseerohölsorte Brent wird derzeit mit 83 und ein Fass WTI knapp unter 80 Dollar gehandelt, während der Euro bei 1,085 Dollar notiert. ICE Gasoil folgt mit 837 Dollar pro Tonne derweil einer leichten Abwärtsbewegung. Damit besteht für den heutigen Nachmittag leichtes Heizölpreisabwärtspotential.

Das Ölförderkartell OPEC+ verkündete am Sonntag, dass die freiwilligen Förderquotenkürzungen von 2,2 Mio. B/T aus dem ersten Quartal 2024 auch im zweiten Quartal beibehalten werden. Den Löwenanteil stemmt dabei der Defacto-Anführer des Bündnisses Saudi-Arabien mit einer Reduktion von einer Million Fass pro Tag, gefolgt von Russland mit einer halben Million Fass. Russland beschränkt im Gegensatz zum Rest der OPEC+ vornehmlich die eigenen Exporte und nicht die Produktion. Der Markt hat die Fortführung erwartet und nur die dadurch gezeigte Einigkeit, welche Ende letzten Jahres durch den Austritt Angolas aus dem Bündnis Risse bekam, führt zu leichten Preissteigerungen am Ölmarkt.

Russlands schwammige Aussage, die Ölförderung bis Juni 2024, um weitere 471.000 Fass Rohöl zu senken, sorgt für mehr Interesse am Ölmarkt. Unklar ist, ob diese Reduktion zusätzlich zu den 500.000 B/T der OPEC+ reduziert werden. Dafür spricht laut russischen Industrieinsidern, dass durch die westlichen Sanktionen und erfolgreichen ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien mehr Rohöl produziert wird, als das Land verkaufen kann. Auf der anderen Seite könnte es sich auch nur um eine leichte Reduktion der bestehenden 500.000 B/T der OPEC+ handeln, mit einer Verschiebung des Schwerpunktes von Exportkürzungen hin zu Förderkürzungen. Je nachdem wie die russische Regierung die Aussage des Premierministers Alexander Novak klarstellt, wird es zu Auf- oder Abwärtsbewegungen am Ölmarkt kommen.

Im Ringen um die Zukunft der PCK-Raffinerie in Schwedt gibt es nun Bewegung seitens des russischen Staatskonzerns Rosneft. Nachdem der deutsche Staat vor kurzem den Prozess zur Verstaatlichung der russischen Anteile eingeleitet hat, signalisiert Rosneft nun doch Verkaufsbereitschaft und bittet dafür um eine weitere Verlängerung der Treuhandverwaltung, innerhalb derer der Verkauf realisiert werden soll. Den generellen Rechtskampf gegen die Treuhandverwaltung und Enteignung will das Unternehmen parallel Fortführen.

In der DACH-Region sinken die Heizölpreise pro Liter im Vortagesvergleich um im Schnitt 0,75 Rappen in der Schweiz und 0,1 Cent in Österreich, während sie in Deutschland um im Schnitt 0,45 Cent stiegen. In Baden-Württemberg bekommen deutsche Interessenten den Liter noch knapp unter einem Euro, während sie im restlichen Land größtenteils wieder über diese Marke geklettert sind. -fr-

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