Volatiler Ölpreistrend setzt sich fort

04.01.24 • 11:48 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ölpreise schwanken diese Woche sehr stark und während die Preise in Österreich und der Schweiz um bis zu 0,6 Cent bzw. Rappen sanken, stiegen sie in Deutschland um 1,65 Cent pro Liter an. Hintergrund ist die Arbeitsniederlegung an einem größeren lybischen Ölfeld, weitere Angriffe der Houthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer und eine drohende Rede des Anführers der Hisbollah an Israel.

Seit Wochenanfang springen die Ölpreise massiv sowohl nach unten als auch oben. Heute befinden sie sich wieder auf einem massiven Aufwärtstrend und die US-amerikanische Sorte WTI konnte sich mit 73 Dollar pro Fass wieder weit über die psychologisch wichtige 70 Dollar Marke kämpfen. Die Nordseesorte Brent befindet sich mit 79 Dollar ebenfalls weit über dem Vortageswert und beide Kontrakte haben die jeweils nächste psychologisch wichtige Marke von 75 bzw. 80 Dollar im Visier. ICE Gasoil notiert derweil mit 774 Dollar pro rund 30 Dollar über dem Wert vom gestrigen Vormittag, Tendenz ebenfalls moderat steigend. Der Euro hält sich mit 1,096 Dollar knapp über dem gestrigen Wert. Damit sind weitere Heizölpreissteigerungen im Tagesverlauf wahrscheinlich.

Hauptsächlich getrieben wird der heutige Anstieg durch die Arbeitsniederlegung an einem der größten libyschen Ölfelder mit Namen Sharara. Dort werden bis zu 300.000 B/T Rohöl gefördert. Die protestierenden fordern Entwicklungshilfe für den Bau von z. B. Straßen und einem Krankenhaus sowie der Arbeitsplatzgenerierung für Junge Menschen. Zuletzt stoppte die Produktion an dem Ölfeld wegen Protesten im Juli 2023.

Allerdings sorgt auch der Nahe Osten wieder für Aufwärtsdruck. Im Roten Meer griffen die im Jemen ansässigen Houthi-Rebellen laut eigener Aussage ein Transportschiff mit dem Ziel Israel an. Es kam allerdings laut Aussagen der Betreiberfirma zu keinen Schäden an Leben oder Material. Im Libanon wurde derweil am Dienstag ein hochrangiges Mitglied der Hisbollah getötet und der Anführer der Gruppierung macht Israel für die Tötung verantwortlich und drohte mit Krieg, sollte ein Angriff als Kriegserklärung gewertet werden. Seit ca. drei Monaten kommt es zwischen Israel und der im Libanon ansässige Hisbollah zu Kampfhandlungen. Damit befürchtet der Ölmarkt doch wieder eine mögliche Ausweitung des Konfliktes und erhöht die Risikoaufschläge.

Während die Heizölpreise zum heutigen Handelsauftakt in Österreich fast stagnieren und in der Schweiz sogar um durchschnittlich 0,6 Rappen pro Liter sanken, folgen die deutschen Preise der Börse unmittelbar und stiegen um im Schnitt 1,65 Cent pro Liter. Dennoch gibt es regional vor allem im Osten und Westen spürbare Abwärtsbewegungen. -fr-

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