Ölpreise warten auf Impulse von Fed und EZB

26.07.23 • 12:53 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise machen nach bearishem API-Report und den anstehenden Zinsentscheidungen der US-Notenbank und EZB erstmal eine Verschnaufpause. Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen sich heute sehr uneinheitlich. Deutsche Ölheizer müssen mit leichten Aufschlägen rechnen.

Mit den gestern Abend veröffentlichten US-Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) konnte der Aufwärtsdynamik an den Ölbörsen vorerst Einhalt geboten werden. Zudem steht heute die Pressekonferenz der US-Notenbank an, in der Fed-Chef Jerome Powell die Anhebung des Leitzinses auf eine Spanne von 5,25 bis 5,5 Prozent mitteilen wird. Sollte Powell von weiteren Zinserhöhungen absehen, könnten die Rohölpreise erneut Auftrieb bekommen. Die US-Inflationsrate sank im Juni auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Die Verbraucherpreise stiegen im Vorjahresvergleich nur noch um 3,0 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium in Washington bekannt gab. Damit werden weitere Maßnahmen der Fed zur Inflationsbekämpfung unwahrscheinlicher. Die nächste EZB-Sitzung findet am 27. Juli statt. Die zinspolitischen Maßnahmen zur Erreichung einer Inflation von 2,0 Prozent als mittelfristiges Ziel dürften allerdings länger andauern. Im Juni betrug die Inflationsrate in Deutschland noch 6,4 Prozent.

Für die US-Rohölvorräte in der vergangenen Berichtswoche meldete das API überraschend einen Anstieg der Rohölbestände um 1,3 Millionen Barrel. Entgegen den Erwartungen von Marktteilnehmern stiegen auch die Vorräte der Destillate um 1,6 Millionen Barrel an. Damit fällt der API-Report bearish aus. Heute Nachmittag wird das US-Energieministerium Aufschluss darüber geben, wie sich die US-Bestände in der letzten Woche verändert haben. Zudem werden auch Daten zur Nachfrageentwicklung, Importen und Exporten veröffentlicht.

Die Heizölpreise in Deutschland drehen auch heute leicht nach oben und setzen ihre Aufwärtsbewegung fort. Mit der heutigen Teuerung hat Heizöl nun das Preisniveau von Mitte April erreicht und nimmt die 1 Euro-Marke pro Liter ins Visier. Entsprechend hoch blieb die gestrige Nachfrage. In Österreich zeigen sich die Heizölpreise heute eher träge, nach dem raschen Anstieg der letzten Tage. Dennoch sollten Verbraucher nicht allzu lange mit ihrer Kaufentscheidung warten. Schweizer Kunden dagegen können noch etwas auf den Preis spekulieren. Hier drehen die Heizölpreise seit Montag nach unten. Aufgrund der hohen Volatilität ist es aber auch hier ratsam, die Entwicklung im Auge zu behalten. Sonst ist das Sparpotenzial ganz schnell wieder passé.

HeizOel24-Tipp: Wer den Heizöl-Chart immer dabeihaben möchte, holt sich die HeizOel24-App. Ein schneller Blick überall und jederzeit auf das aktuelle Marktgeschehen schont am Ende das Portemonnaie. HeizOel24  26.07.2023

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