Heizölpreise mit starker Abwärtsbewegung

15.06.23 • 13:03 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise in Deutschland sind zum heutigen Tagesauftakt wieder deutlich, um durchschnittlich einen Cent je Liter gesunken, während sie in Österreich und der Schweiz stabil blieben. Die Ankündigungen mehrerer Notenbanken wie der US-amerikanischen Fed die Zinsen im aktuellen Jahr weiter anzuheben, drücken die Ölpreise. Die Nachfrage zieht nach der gestrigen Delle erneut an.

Nach dem gestrigen massiven Preisanstieg fallen die Rohöl- und Produktkurse erneut zurück. ICE Gasoil ist mit 687 Dollar pro Tonne wieder unter die psychologisch wichtige 700 Dollar Marke gesunken und auch die US-amerikanische bzw. Nordseerohölsorte WTI und Brent sind auf 68,53 bzw. 73,45 Dollar pro Fass gefallen. Der Euro startet dafür bei 1,08 Dollar in den Handel, befindet sich allerdings bereits ebenfalls auf leichtem Abwärtskurs. Tendenziell besteht damit dennoch weiteres Abwärtspotential für die heutigen Heizölpreise.

Die Aufwärtsbewegung währte nicht lang. Nachdem die Ölpreise gestern stark anzogen, geben sie heute direkt wieder nach. Das chinesische Wirtschaftswachstum bleibt weiterhin deutlich hinter den Prognosen der Wirtschaft und des Landes selbst zurück. In den USA machte die Notenbank Fed zwar die erwartete Zinspause nachdem die jüngsten Daten ein Abflauen der Inflation signalisierten, vom Tisch sind weitere Erhöhungen dennoch nicht. Die Fed gab an, dass es in diesem Jahr noch zwei weitere Zinserhöhungen von jeweils 0,25 Prozent denkbar sind. Die europäische Zentralbank (EZB) und die englische Zentralbank (BoE) sehen ebenfalls noch kein Ende für die Zinsanhebungen. Zusätzlich steigen die Ölbestände weltweit, so dass bereits jetzt eine geringere Nachfrage spürbar ist, welche mit steigenden Zinsen weiter rückläufig sein dürfte. Der Markt fixiert sich damit wieder auf die potentiell schrumpfende Ölnachfrage, was die Preise sinken lässt.

Trotz der schlechter als erwarteten chinesischen Wirtschaftsentwicklung muss dennoch der positive Trend bei der Entwicklung bedacht werden. Preisstützend wirkt sich beispielsweise aus, dass die chinesischen Raffinerien im Mai 2023 15,4 Prozent mehr Rohöl verarbeitet haben als im Vormonat. Auch ordnet der Markt den Rückgang des chinesischen Industriewachstums von 5,6 Prozent im April auf 3,5 Prozent im Mai, was 0,1 Prozent hinter den Erwartungen liegt, negativ ein, dennoch muss betont werden, dass die chinesische Wirtschaft und damit deren Bedarf nach Rohöl weiterwächst.

In der DACH-Region starten die Heizölpreise in Österreich auf dem Vortagesniveau und in der Schweiz mit einem minimalen Minus von 0,05 Cent pro Liter in den Handel. In Deutschland dagegen fielen sie im Vortagesvergleich deutlich um im Schnitt 1,05 Cent pro Liter Heizöl. Damit fiel der Preis pro Liter in allen Bundesländern außer Thüringen wieder unter die 90 Cent Marke, wobei es auch heute vor allem in der Landesmitte regionale Aufwärtsbewegungen gibt. Die Anzahl der Bestellungen fiel wegen der stark steigenden Preise deutlich, aufgrund der weiterhin hohen Anzahl verhältnismäßig leerer Tanks und erneuten starken preislichen Abwärtsbewegung dürfte sich die Heizölbestellung für viele Interessenten wieder lohnen. -fr-

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