Heizöl bei Preisen nah am Jahrestief weiter gefragt

07.06.23 • 12:51 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise an den internationalen Börsen im New York und London pegeln sich nach dem hektischen Auf und Ab im Umfeld des OPEC+-Meetings neu aus. Rohöl und Gasöl sind mit leichten Aufschlägen in den Handel gestartet und die Heizölpreise in der DACH-Region ziehen mit einem Plus von durchschnittlich 0,2 Cent bzw. Rappen je Liter nach. Die Nachfrage bleibt robust.

An Tag drei nach dem OPEC+-Meeting setzen die Ölpreise nach Aufwind und Abschwung zu einem neuen Erholungsversuch an Gasöl notiert am Mittwochmittag wieder knapp über der psychologisch wichtigen 700-Dollar Marke. Brent Rohöl kostet 76,80 Dollar je Barrel. Der Euro kann sich bei 1,07 Dollar stabilisieren und liefert somit neutrale Vorzeichen für die inländischen Heizölpreise. In den Fokus rückt am Mittwoch der neueste EIA-Bericht. Die Energy Information Administration setzt am Vormittag ein bullishes Signal mit der Anhebung ihrer Preisprognosen für 2024 um bis zu 13 Dollar je Barrel. So soll ein Barrel Brent im vierten Quartal 2024 85 Dollar kosten. Die Anhebung der Prognosen am langen Ende wirkt unmittelbar nach Veröffentlichung der Daten preissteigernd. Kurzfristig dagegen liest sich der Bericht unspektakulär. 2023 sieht die EIA die Angebots- und Nachfrageentwicklung nahezu unverändert und das Preisniveau für Brent Rohöl soll nach rund 78 Dollar im Sommerhalbjahr leicht, auf ca. 80 Dollar zum Jahresende steigen.

Für Heizölkunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz verändert sich abgesehen von den üblichen Tagespreisschwankungen zunächst wenig. Der Seitwärtstrend beim Heizöl hat Bestand und verspricht mit ca. 90 Cent je Liter in Deutschland, 1,10 Euro in Österreich und 1,05 Franken je Liter in der Schweiz deutlich günstigere Einkaufskonditionen als im Vorjahr. U.a. aufgrund der zwischenzeitlich in allen drei Ländern eingeführten CO2-Bepreisung von ca. 13 Cent bzw. ca. 20 Rappen inkl. Mehrwertsteuer je Liter Heizöl sind die Preise gegenüber früheren Jahren noch erhöht, aber frei von großen Geopolitischen oder anderen Störfaktoren. Das aktuelle Heizölpreisniveau entspricht dem Stand von Anfang 2022 vor dem Ukraine-Krieg. Die Nachfrage nach Heizöl bleibt nach einem kurzen Durchhänger im Mai auch im Juni robust zeigt sich aber fern ab jeglicher Übertreibungen. Kurzum: Der Markt ist im Gleichgewicht und verspricht weiterhin entspannte Einkaufsbedingungen bei akzeptablen Preisen. -ok-

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